Hakan Fidans Antwort an Trump: 'Vertreibung der Palästinenser ist inakzeptabel'
Außenminister Hakan Fidan kritisierte in einem Interview mit dem palästinensischen Fernsehsender Palestine TV die Äußerungen des US-Präsidenten Donald Trump zur Vertreibung der Palästinenser aus dem Gazastreifen scharf. Fidan erklärte: „Wir halten solche Vorschläge nicht für ernst zu nehmend.“
Außenminister Hakan Fidan war zu Gast beim palästinensischen Sender Palestine TV und äußerte sich dort zu wichtigen Themen wie dem Waffenstillstandsprozess im Gazastreifen, den Äußerungen von US-Präsident Donald Trump und der Politik Israels in der Region.
Bezüglich Trumps Äußerungen zur gewaltsamen Vertreibung der Palästinenser aus dem Gazastreifen betonte Fidan: „Die Vertreibung der Palästinenser ist inakzeptabel. Wir halten solche Vorschläge nicht für ernst zu nehmend.“
"Die Zwei-Staaten-Lösung ist das am meisten unterstützte Projekt"
Fidan unterstrich, dass die internationale Gemeinschaft einen breiten Konsens über die Zwei-Staaten-Lösung habe, und sagte: „Es gibt weltweit kein anderes politisches Projekt, das mehr Unterstützung findet als die Zwei-Staaten-Lösung. Doch leider lässt sich dieses Projekt in der Praxis nicht umsetzen.“
"Die einzige Kraft, die Netanjahu stoppen kann, ist die internationale Gemeinschaft"
Auf die Frage, ob der Waffenstillstand im Gazastreifen nachhaltig sei, verwies Fidan auf die Haltung des israelischen Ministerpräsidenten Benjamin Netanjahu und erklärte: „Das Einzige, was Netanjahu aufhalten kann, ist eine realistische Haltung der internationalen Gemeinschaft, die Israel isoliert.“
"Israel genießt die bedingungslose Unterstützung der USA"
Fidan wies darauf hin, dass die aggressive Politik Israels von den USA und einigen westlichen Ländern unterstützt werde, und sagte: „Wir erleben, wie diejenigen, die die Macht in den Händen halten, ohne Rücksicht auf Recht und Gesetz Blut vergießen. Das ist schlichtweg das Verständnis des ‚Rechts des Stärkeren‘.“
"Unsere Bemühungen zum Schutz der Identität Jerusalems dauern an"
Bezüglich der diplomatischen Bemühungen der Türkei zum Schutz der historischen und religiösen Identität Jerusalems sagte Fidan: „Jerusalem ist das Symbol der palästinensischen Sache. Wir akzeptieren niemals die dort gespielten Spiele und die Versuche, Jerusalem zu judaisieren.“
"Ich bin bereit für einen Besuch in Palästina"
Fidan erklärte, er sei bereit, Palästina zu besuchen, sofern die Bedingungen dies zuließen, und fügte hinzu: „Solange keine dauerhafte Lösung gefunden wird, besteht in der Region jederzeit die Gefahr, dass ein neuer Krieg ausbricht. Deshalb werden wir die Zwei-Staaten-Lösung bei jeder Gelegenheit auf der Tagesordnung halten.“
Nachrichtenquelle: 12punto
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