Haushalt 2026 entfacht Debatte über Frauenrechte: Recht auf Leben von Frauen durch Stimmen von AKP und MHP abgelehnt
Während der Haushaltsberatungen für das Jahr 2026 in der Großen Nationalversammlung der Türkei (TBMM) haben Anträge, die durch die Stimmen von AKP und MHP abgelehnt wurden, die Kritik an der Politik gegenüber Frauen- und Kinderrechten verschärft. Aylin Nazlıaka von der CHP und die Vertreterin der KCDP in Izmir, Tülin Osmanoğulları, kritisierten diese Situation scharf.
Während der Haushaltsberatungen für das Jahr 2026 in der Großen Nationalversammlung der Türkei (TBMM) stießen Anträge, die durch die Stimmen von AKP und MHP abgelehnt wurden, auf heftige Kritik seitens der Frauenrechtsaktivisten und Oppositionsparteien. Die stellvertretende Vorsitzende der Republikanischen Volkspartei (CHP), Aylin Nazlıaka, bezeichnete dies als eine "Ablehnung des Rechts auf Leben von Frauen, Kindern und Armen".
Nazlıaka kritisierte insbesondere, dass soziale Unterstützungsleistungen für geschiedene Frauen mit Kindern als "unnötig" erachtet wurden, der Bedarf an Frauenhäusern für vor Gewalt flüchtende Frauen ignoriert wurde und der Internetzugang für arme Haushalte als "Luxus" eingestuft wurde. Sie verurteilte zudem, dass Zuschüsse für weibliches Unternehmertum und Frauenkooperativen als "Verschwendung" angesehen wurden, und erklärte: "Was in diesem Parlament abgelehnt wurde, sind nicht nur Anträge, sondern das Recht auf Leben von Frauen, Kindern und Armen."
Auch die Vertreterin der Plattform "Wir werden Frauenmorde stoppen" (KCDP) in Izmir, Tülin Osmanoğulları, äußerte ihre Kritik am Haushalt. Osmanoğulları betonte, dass Frauen systematisch ignoriert würden, und sagte: "Dies ist keine Nachlässigkeit, sondern eine bewusste Entscheidung. Frauen werden mit diesem Haushalt zu Hunger, Armut und Gewalt verurteilt."
Osmanoğulları unterstrich, dass Frauenmorde und verdächtige Todesfälle bei Frauen ein direktes Ergebnis der Frauenpolitik der Regierung seien. Zudem wies sie darauf hin, dass die Ablehnung der Forderung nach kostenlosem Internet Frauen und Kinder direkt betreffe. "Selbst KADES funktioniert ohne Internet nicht", sagte Osmanoğulları und kritisierte zudem die mangelnde Unterstützung für Frauenkooperativen.
Nazlıaka teilte zudem den Fahrplan der CHP zur Frauenpolitik mit. Sie erklärte, dass geschiedenen Frauen mit Kindern regelmäßige soziale Unterstützung gewährt, Frauenhäuser in jeder Provinz zugänglich gemacht und das Internet als grundlegendes öffentliches Recht betrachtet werden soll. Die Steigerung der Frauenbeschäftigung und die Unterstützung von Frauenkooperativen durch starke Zuschüsse gehören ebenfalls zu den Plänen.
Zusammenfassend lässt sich sagen, dass der Haushalt 2026 zu ernsthaften Debatten über Frauenrechte und soziale Gerechtigkeit geführt hat. Oppositionsparteien und Frauenrechtsaktivisten argumentieren, dass der Haushalt weit davon entfernt sei, Frauen und Kinder zu schützen.
Nachrichtenquelle: 12punto
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