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Im Parlament gefragt: 'Wo ist der Escobar der Türkei?'

Der stellvertretende CHP-Fraktionsvorsitzende Ali Mahir Başarır betonte während der Haushaltsberatungen im Parlament, dass bei Drogenrazzien keine Drogenbarone gefasst würden. Başarır richtete an die AKP-Abgeordneten die Frage: 'Wo ist der Escobar der Türkei?'

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Im Parlament gefragt: 'Wo ist der Escobar der Türkei?'

Der stellvertretende CHP-Fraktionsvorsitzende Ali Mahir Başarır äußerte sich während der im Plenum der Großen Nationalversammlung der Türkei (TBMM) geführten Haushaltsberatungen kritisch zu den Drogenoperationen. In seiner Rede teilte Başarır mit: 'In der 27. Legislaturperiode gab es hier im Parlament Kollegen. Im Hafen von Mersin wurden insgesamt 3,5 Tonnen Kokain gefunden. 8,5 Millionen Drogenpillen wurden sichergestellt.' Er fügte hinzu: 'Wir fragten: Wo sind die Täter? Leider wurden Lagerhallen angemietet. Wir haben dem Minister gezeigt, wo sich diese angemieteten Lager befinden. Sie konnten nicht gefunden werden. Das Herkunftsland ist Kolumbien, Venezuela. Der Hafen ist bekannt, die Drogen sind da, aber der Baron fehlt.'

'WO IST DER ESCOBAR DER TÜRKEI?'

'Aber mit wem beschäftigen wir uns jetzt? Mit Künstlern, mit Vereinspräsidenten. Wir diskutieren über das Finale. Heute kommen Menschen leichter an Drogen als an Lieferdienste wie Getir. Heute werden in jeder Straße, in jedem Viertel Drogen verkauft. Unsere Kinder sind in Gefahr. Über eines sprechen wir nicht: die Barone.' Mit diesen Worten richtete Başarır an die AKP-Abgeordneten die Frage: 'Freunde, wo ist der Escobar der Türkei? Wo? Das frage ich euch. Wo?'

Im weiteren Verlauf seiner Rede sagte der CHP-Abgeordnete: 'Ich sage das nicht nur. Ich hoffe, ihr verhaftet mich dafür nicht. Ahmet Faruk Ünsal, euer ehemaliger Abgeordneter, sagt: Man fasst den Kleindealer, man fasst den Kurier, man fasst den Künstler. Aber wo sind die Barone?' Başarır fuhr fort: 'Warum habt ihr in 10 Jahren keinen einzigen Baron in diesem Land vor das Gesetz oder ein Gericht gebracht? Weil wir das ansprechen, haben wir Strafanzeigen erhalten. Wir wurden beschuldigt, weil wir sagten, dass vor Schulen Drogen verkauft werden. Entlarvt heute den Vereinspräsidenten und die Künstler. Verletzt die Vertraulichkeit der Akten. Wo ist der Baron? Ich frage Sie, Herr Yıldırım. Die Opposition stellt diese Frage.'

'WAS HATTE DIE POLIZEI VOR MEINEM PROVINZHAUPTQUARTIER ZU SUCHEN?'

Başarır erinnerte an die Aussage von Innenminister Ali Yerlikaya vor drei Monaten, wonach man 'die größte Drogenoperation in der Geschichte der Republik Türkei mit 4.000 Polizisten durchgeführt' habe. Er kommentierte: 'Wie traurig. Aber für die Vollstreckung einer absurden Entscheidung zur Einsetzung eines Treuhänders in Istanbul hat dieser Mann 6.000 Polizisten eingesetzt. Ist das nicht bedauerlich? 6.000 Polizisten ergeben in einer Woche 42.000 Polizisten. Was hatten sie vor meinem Provinzparteigebäude zu suchen? Wäre es nicht besser gewesen, wenn sie in den Straßen von Etiler, Beyoğlu oder Bebek die Barone verfolgt hätten? Aber für euch ist es wertvoller, gegen eine Partei zu putschen, als gegen Drogenpartys und Drogenbarone zu kämpfen. Ich frage noch einmal: Was haben 6.000 Polizisten in der Istanbuler Parteizentrale zu suchen? Ja, leider habt ihr das Recht, die Sicherheit und die Justiz in diesen Zustand gebracht.'


Nachrichtenquelle: 12punto

Ali Mahir Başarır