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İmamoğlu veröffentlicht Deklaration aus Silivri: Er erinnert an Gerichtsurteile

Der inhaftierte Präsidentschaftskandidat Ekrem İmamoğlu kritisierte in einer über seine Anwälte veröffentlichten Deklaration die Anklageschrift gegen die Stadtverwaltung Istanbul (İBB) und erinnerte an die Urteile zu Demirtaş, Yüksekdağ und Can Atalay.

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İmamoğlu veröffentlicht Deklaration aus Silivri: Er erinnert an Gerichtsurteile

Der seit dem 23. März inhaftierte Bürgermeister von Istanbul und Präsidentschaftskandidat Ekrem İmamoğlu hat über seine Anwälte eine Deklaration aus seiner 12 Quadratmeter großen Zelle in Silivri veröffentlicht. 

Zu Beginn des Textes wird mit den Worten „Präsidentschaftskandidat zu sein ist ein Verbrechen, einen Hochschulabschluss zu haben ist ein Verbrechen, Kindergärten zu eröffnen und Wohnheime zu bauen ist ein Verbrechen“ darauf hingewiesen, dass Einschränkungen beim Zugang zum Recht auf Verteidigung eingeführt wurden.

In der Deklaration wird behauptet, dass der Wille des Volkes mit Füßen getreten und das Recht missachtet werde, und das Demokratieverständnis der politischen Macht kritisiert. Die aktuelle Situation wird mit den Worten beschrieben: „So sehr ein elektrischer Stuhl ein Stuhl ist, so sehr ist deren Demokratie eine Demokratie.“

REAKTIONEN AUF DIE İBB-ANKLAGESCHRIFT

İmamoğlu bewertete zudem die über 4.000 Seiten umfassende Anklageschrift gegen die Stadtverwaltung Istanbul (İBB) und argumentierte, dass die als „ziegelsteinschwer“ bezeichnete Anklageschrift „nicht einmal wie Spanplatte“ sei. Es wurde die Ansicht geäußert, dass die Botschaften zum Kampf gegen den Terrorismus und zur gesellschaftlichen Einheit für politische Zwecke manipuliert würden. Mit der Aussage „Ein terrorfreies Türkiye ist das Projekt unseres Staates und unserer Nation“ wurde darauf hingewiesen, dass es Akteure gebe, die dieses Projekt sabotierten.

DIE URTEILE ZU DEMİRTAŞ, YÜKSEKDAĞ UND ATALAY

Es wurde betont, dass Selahattin Demirtaş, Figen Yüksekdağ und Can Atalay trotz der von den obersten Gerichten erlassenen Freilassungs- und Wiederaufnahmeentscheidungen nicht auf freien Fuß gesetzt wurden. Zudem wurde darauf aufmerksam gemacht, dass auch Selçuk Mızraklı, der die Bedingungen für eine bedingte Entlassung erfülle, seine Freiheit nicht zurückerhalten habe. In İmamoğlus Erklärung wurde behauptet, dass die Justizprozesse Druck auf den Volkswillen ausübten.

Es wurde erklärt, dass Demokratie und Gerechtigkeit von Tag zu Tag mehr Schaden nähmen und die Einheit und Integrität der Gesellschaft darunter litten. Die gegenwärtige Gefahr wurde mit den Versen von Mehmet Akif Ersoy verdeutlicht: „Solange keine Zwietracht in eine Nation eindringt, kann der Feind nicht eindringen.“ Es wurde die Ansicht vertreten, dass keine Macht Türkiye einschüchtern könne, solange man geeint bleibe.

In İmamoğlus Text wurde darauf hingewiesen, dass eine Politik der Spaltung oder Polarisierung niemandem nütze, und es wurde betont: „Es gibt keine Macht, die über dem Willen des Volkes steht.“ Es wurde die Auffassung geäußert, dass dieser Wille während der Wahlperiode zweifellos zum Ausdruck kommen werde. 


Nachrichtenquelle: 12punto

Ekrem İmamoğlu