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Kritisches Treffen im İmralı-Prozess verschoben: Augen auf den Nationalen Sicherheitsrat gerichtet

Das für heute erwartete kritische Treffen der im türkischen Parlament (TBMM) eingerichteten Kommission für den İmralı-Prozess wurde verschoben. Als Gründe für die Verschiebung wurden die volle Terminkalender der Kommissionsmitglieder sowie die zeitgleiche Sitzung des Nationalen Sicherheitsrates (MGK) genannt. Erklärungen, wonach gesetzliche Regelungen im Prozess durch Beschlüsse des MGK geformt werden sollen, lenkten die Aufmerksamkeit verstärkt auf dieses Gremium.

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Kritisches Treffen im İmralı-Prozess verschoben: Augen auf den Nationalen Sicherheitsrat gerichtet

Es war bekannt geworden, dass die am 24. November vom türkischen Parlament (TBMM) eingesetzte Kommission, die den İmralı-Prozess leitet, die Insel İmralı besucht und sich mit dem Anführer der Terrororganisation PKK, Abdullah Öcalan, getroffen hatte.

Der Kommission gehörten Hüseyin Yayman von der AKP, Feti Yıldız von der MHP und Gülistan Kılıç Koçyiğit von der DEM-Partei an. Nach dem Treffen hieß es, dass die mit Öcalan geführten Dialoge der Kommission übermittelt würden.

Vertreter der DEM-Partei hatten ihrerseits erklärt, dass sie bei dem Treffen dafür stimmen würden, die Protokolle, die die Äußerungen Öcalans enthalten, der Öffentlichkeit zugänglich zu machen.

TREFFEN ZUERST ANGEKÜNDIGT, DANN VERSCHOBEN

Das Treffen der Kommission war für heute angekündigt worden, doch mit einer gestrigen Mitteilung wurde die Verschiebung bekannt gegeben. Als Grund für die Verschiebung wurde der volle Terminkalender der Kommissionsmitglieder genannt.

Zudem wurde erklärt, dass die zeitgleich stattfindende Sitzung des Nationalen Sicherheitsrates (MGK) ebenfalls zur Verschiebung des Treffens beigetragen habe.

MGK-SITZUNG DURCHGEFÜHRT

Der Nationale Sicherheitsrat trat heute unter dem Vorsitz des Staatspräsidenten und AKP-Vorsitzenden Recep Tayyip Erdoğan zusammen. Es wurde mitgeteilt, dass Verteidigungsminister Yaşar Güler aufgrund der Haushaltsberatungen nicht an der Sitzung teilnehmen konnte.

Es wurde berichtet, dass bei der letzten MGK-Sitzung des Jahres auch der İmralı-Prozess bewertet werden sollte.

Dass der MGK als Grund für die Verschiebung angeführt wurde, rückte die Äußerungen des Parlamentspräsidenten Numan Kurtulmuş zum Prozess erneut in den Fokus.

„GESETZLICHE REGELUNG BEGINNT MIT DER FESTSTELLUNG DES MGK“

Der Parlamentspräsident Numan Kurtulmuş, der den Vorsitz der Kommission für Nationale Einheit, Solidarität und Demokratie führt, hatte am 7. November erklärt, dass der rechtliche Prozess auf einer Entscheidung des MGK basieren werde. Kurtulmuş äußerte in seiner Bewertung folgende Ansichten:

„Wenn infolge der Berichterstattung durch die Sicherheitsbehörden zu dem Schluss gelangt wird, dass die Organisation sich aufgelöst hat, muss dies vom Nationalen Sicherheitsrat, dem höchsten Sicherheitsorgan des Staates, festgestellt werden. Dass der MGK einen Beschluss fasst, wonach die PKK keine bewaffnete Organisation mehr ist, würde das rechtliche Fundament stärken.“

AUFFÄLLIGE ANTWORT DER AKP

Nach den Äußerungen von Kurtulmuş hatte der AKP-Sprecher Ömer Çelik eine abweichende Einschätzung zum Entscheidungsmechanismus vorgenommen. Çelik hatte am 10. November folgende Worte gewählt:

„Wenn die Auflösung und die Waffenabgabe abgeschlossen sind, liegt es im Ermessen unseres Herrn Staatspräsidenten, mit welchem Entscheidungsmechanismus dies verkündet wird. Dies kann durch einen Regierungsbeschluss, einen Präsidialerlass oder einen MGK-Beschluss geschehen. Die Methode wird von unserem Staatspräsidenten festgelegt werden.“

ÇELİK VERWIES AUF DEN MGK

Ömer Çelik erinnerte in seiner gestrigen Pressekonferenz daran, dass gesetzliche Regelungen durch die Feststellungen des MGK geformt werden. Çelik betonte, dass die Türkei auch in der Vergangenheit verschiedene gesetzliche Regelungen im Einklang mit MGK-Beschlüssen zur Auflösung von Terrororganisationen getroffen habe.


Nachrichtenquelle: 12punto

AKP-Sprecher Ömer Çelik TBMM