Krisenbehauptungen bei der Strafvollzugsreform! Spannungen beim Treffen zwischen AKP und DEM
Eine Delegation der DEM-Partei wird morgen im Rahmen der Strafvollzugsreform und der Arbeiten an einer neuen Verfassung ein kritisches Gespräch mit der AKP-Fraktion führen. Während die Freilassung von 55.000 Häftlingen vor dem Feiertag auf der Tagesordnung steht, sorgen der Umfang des Vorschlags und die Regelung zur Covid-Zeit für Diskussionen.
Eine Delegation bestehend aus den Ko-Vorsitzenden der DEM-Partei, Tuncer Bakırhan und Tülay Hatimoğulları Oruç, sowie den Fraktionsvorsitzenden Gülistan Kılıç Koçyiğit und Sezai Temelli wird sich morgen um 15.00 Uhr im Parlament mit einer Delegation unter der Leitung des AKP-Fraktionsvorsitzenden Abdullah Güler treffen.
Bei dem Treffen wird erwartet, dass die für den Prozess zu bildende Kommission, das neue Paket, der Prozess selbst sowie Themen rund um die neue Verfassung erörtert werden.
55.000 HÄFTLINGE WERDEN PROFITIEREN
Es wird erwartet, dass 55.000 Häftlinge von der Strafvollzugsreform profitieren werden, wobei die Möglichkeit einer Freilassung vor dem Feiertag im Raum steht.
STELLUNGNAHME VON DER AKP-SEITE
Während die Diskussionen über die mit Spannung erwartete Strafvollzugsreform andauern, äußerte sich der AKP-Fraktionsvorsitzende Abdullah Güler bemerkenswert. Auf die Behauptungen über „Unstimmigkeiten“ bezüglich des geplanten Gesetzesentwurfs, der dem Parlament vorgelegt werden soll, antwortete Güler, dass die Arbeiten fortgesetzt würden und das Ziel sei, den Entwurf heute einzureichen; sollte dies jedoch nicht rechtzeitig gelingen, könne es sich bis morgen verzögern.
Auf die Frage von Journalisten, ob der Entwurf heute dem Parlamentspräsidium vorgelegt werde, antwortete Güler: „Wir möchten ihn einreichen, wenn wir fertig werden, aber es könnte knapp werden, es könnte sich auf morgen verschieben. Die Arbeiten laufen intensiv weiter.“
COVID-REGELUNG AN TECHNISCHEN DISKUSSIONEN GESCHEITERT
Auch Fragen zur Regelung, die im Entwurf enthalten sein soll und die Zeit vor dem 31. Juli 2023, also die Covid-Zeit, abdeckt, stehen auf der Tagesordnung. Auf die Frage, ob es diesbezüglich einen Dissens gebe, erklärte Güler: „Es ist kein Dissens, es gibt einige technische Schwierigkeiten. Covid ist keine Strafvollzugsregelung, sondern eine administrative Maßnahme. Das Bestehen dieser Maßnahme ist notwendig.“
Güler, der angab, detaillierte Informationen angesichts hartnäckiger Fragen zu einem späteren Zeitpunkt geben zu wollen, vermied klare Aussagen zum Inhalt des Entwurfs.
GÜLEN-BEWEGUNGS-PROZESSE UND GLEICHHEITSDISKUSSION
Der Umfang der Strafvollzugsreform hat in der Öffentlichkeit eine neue Debatte entfacht. Sollte der Entwurf auch Häftlinge wegen „organisierter Kriminalität“ umfassen, wird behauptet, dass auch Gefangene, die im Rahmen der Prozesse gegen die Gülen-Bewegung inhaftiert sind, von dieser Regelung profitieren könnten. Kreise, die sich gegen diese Möglichkeit aussprechen, fordern, dass diese Straftaten vom Anwendungsbereich ausgenommen werden sollten.
Nachrichtenquelle: 12punto
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