Kritik von Müsavat Dervişoğlu am Strafvollzugssystem: 'Gewalt wird gefördert'
Der Vorsitzende der İYİ-Partei, Müsavat Dervişoğlu, erklärte, dass die Mängel im Strafvollzugssystem Gewalt nicht abschrecken, sondern fördern würden. Dervişoğlu sagte: „Schutzanträge von Frauen werden nicht erfüllt, und erlassene Schutzmaßnahmen bleiben auf dem Papier.“
Der Vorsitzende der İYİ-Partei, Müsavat Dervişoğlu, sprach bei der Vorstellung des Ergebnisberichts des „Workshops zu Gewalt und zum Kampf gegen Gewalt“, der vom Präsidium für Frauen, Familie und soziale Dienste seiner Partei organisiert wurde.
Dervişoğlu übte scharfe Kritik am Strafvollzugssystem in der Türkei und an den gesetzlichen Regelungen zum Schutz von Frauen.
Dervişoğlu betonte, dass die geltenden Gesetze nicht effektiv umgesetzt würden und erklärte: „Die Mängel im Strafvollzugssystem schrecken Gewalt nicht ab, sondern fördern sie geradezu. Schutzanträge von Frauen werden nicht erfüllt, und erlassene Schutzmaßnahmen bleiben auf dem Papier. Kinder sind Vernachlässigung und Missbrauch schutzlos ausgeliefert. Sie werden der Obhut von Familien und der Gesellschaft überlassen. Notwendige Bildungsprogramme zu den Themen Geschlechtergleichstellung und Bewusstseinsbildung wurden nicht flächendeckend eingeführt. Die Lösung all dieser Probleme ist nur durch einen starken politischen Willen und entschlossene Schritte möglich.“

''ES IST ZEIT ZUM HANDELN''
Dervişoğlu richtete einen Appell an die Regierung und fuhr wie folgt fort:
„Die Prävention von Gewalt ist eine menschliche Pflicht, die nicht aufgeschoben werden darf und keine Nachlässigkeit duldet. Die heute nicht ergriffenen Maßnahmen bilden das Fundament für die gesellschaftlichen Katastrophen von morgen. Es ist an der Zeit, nicht länger Ausreden zu suchen, sondern zu handeln.
Als İYİ-Partei vertreten wir ein politisches Verständnis, das nicht nur Probleme anspricht, sondern auch Lösungen erarbeitet. Wir sind jederzeit bereit, Verantwortung für den Frieden und das Wohlergehen der Gesellschaft zu übernehmen.“
Dervişoğlus Erklärungen deckten sich mit den Empfehlungen des Workshops, lösungsorientierte Strategien im Kampf gegen Gewalt zu entwickeln. Die Teilnehmer betonten die Bedeutung, das Bewusstsein in der Gesellschaft zu schärfen und effektive Anwendungspraktiken zu entwickeln.

Nachrichtenquelle: 12punto
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