Kritisches Detail in der Anklageschrift gegen İmamoğlu: Antrag auf Beschlagnahmung von 36 Unternehmen
In der 3.700 Seiten umfassenden Anklageschrift zur „Korruptionsermittlung“, in der auch der Bürgermeister der Stadt Istanbul, Ekrem İmamoğlu, inhaftiert ist, wird eine Haftstrafe von bis zu 2.352 Jahren für İmamoğlu gefordert. Die Anklageschrift enthält zudem den Antrag auf Beschlagnahmung von 36 Unternehmen, die der Familie İmamoğlu und seinem engsten Umfeld gehören.
Die „Korruptions“-Anklageschrift gegen die Stadtverwaltung von Istanbul (İBB) wurde fertiggestellt. In der über 3.700 Seiten langen Anklageschrift werden 402 Personen als „Beschuldigte“ geführt, von denen 105 inhaftiert sind. Während für İmamoğlu aufgrund von 142 Handlungen eine Bestrafung gefordert wird, beläuft sich das geforderte Strafmaß auf 828 bis 2.352 Jahre Haft.
In der Anklageschrift wird İmamoğlu beschuldigt, eine „Organisation gegründet zu haben, um die CHP zu übernehmen“ und „um Gelder für seine Nominierung als Präsidentschaftskandidat zu beschaffen“. Als öffentlicher Schaden wurden 160 Milliarden TL, 24 Millionen Dollar und 95 Immobilien genannt.
Ekrem İmamoğlu wird als „Gründer der Organisation“ beschuldigt, während Fatih Keleş, Murat Ongun, Ertan Yıldız, Murat Gülbekaran, Adem Soytekin und Hüseyin Gün als „Organisationsleiter“ angeklagt sind. 92 der in der Anklageschrift genannten Personen werden als „Organisationsmitglieder“ eingestuft, die übrigen als „mit der Organisation verbunden, ohne ihr direkt anzugehören“.
Den „Beschuldigten“ werden „Gründung einer kriminellen Vereinigung“, „Leitung einer kriminellen Vereinigung“, „Annahme von Bestechungsgeldern“ und „Gewährung von Bestechungsgeldern“ vorgeworfen. Der Ausdruck „wie die Arme eines Kraken“, den Präsident Tayyip Erdoğan häufig verwendet, taucht in der Anklageschrift viermal auf.
In der Anklageschrift wird zudem die Beschlagnahmung der Unternehmen von 36 Personen gefordert, wobei es heißt:
„Es wird die Einziehung der Unternehmen beantragt, die den Beschuldigten Ekrem İmamoğlu, Fatih Keleş, Murat Ongun, Ertan Yıldız, Adem Soytekin, Murat Gülibrahimoğlu, Emrah Bağdatlı, Hüseyin Köksal, Mustafa Nihat Sütlaş, Tuncay Yılmaz, Ömür Yılmaz, Murat Kapki, Fatoş Pınar Türker, Hakan Karanis, Serhat Kapki, Vedat Şahin, Necati Özkan, Eyüp Subaşı, Gülşah Subaşı, Ahmet Köksal, Alihan Aydın, Alper Aydın, Alperen Aydın, Ali Kurt, Serpil Kadıoğlu, Sarp Yalçınkaya, Seza Büyükçulha, Ali Nuhoğlu, Berat Çağrı Kapki, Elif Kapki, Yiğit Çam, Baran Gönül, Hasan İmamoğlu, Zeynep Ayten Gözdem Ongun, İbrahim Bülbüllü und Mehmet Selim İmamoğlu gehören und die bereits durch Beschlüsse der Istanbuler Friedensgerichte beschlagnahmt wurden; dies erfolgt gemäß den Artikeln 54 und 55 des türkischen Strafgesetzbuches Nr. 5237 aufgrund der aus Straftaten erlangten unrechtmäßigen Gewinne und der Nutzung dieser Unternehmen für Straftaten.“
Nachrichtenquelle: 12punto
Meistgelesen
Das Schreiben nimmt kein Ende: Noch eine FETÖ-Erinnerung
Der Geist, der an der Leggings hängen blieb...
Berühmter Regisseur Ezel Akay und sein Bruder festgenommen
Abgeordneter, dem ein Wechsel zur AKP nachgesagt wird, beginnt Überzeugungstour
Die internen Debatten der CHP interessieren mich überhaupt nicht
Ümit Özdağ kommentiert neue Parteigründung
Strenge Kontrollen für Fahranfänger
Enver-Altaylı-Vorwurf in der Akte Yazıcıoğlu
Warnung vor dem Risiko von Haarausfall bei GLP-1-Medikamenten
Die Wahl des stellvertretenden Bürgermeisters, die die CHP gewonnen hatte, wird ab der dritten Runde wiederholt