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Mansur Yavaş besucht İmamoğlu in Silivri: Forderung nach Live-Übertragung der Gerichtsverhandlungen

Der Bürgermeister der Stadt Ankara, Mansur Yavaş, hat Ekrem İmamoğlu und Zeydan Karalar im Gefängnis Silivri besucht. Yavaş betonte, dass die Inhaftierungen nicht rechtlicher, sondern politischer Natur seien, und erklärte: „Dieser Prozess erschüttert das Vertrauen in die Justiz.“

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Mansur Yavaş besucht İmamoğlu in Silivri: Forderung nach Live-Übertragung der Gerichtsverhandlungen

Der Bürgermeister der Stadt Ankara, Mansur Yavaş, hat den Bürgermeister von Istanbul und Präsidentschaftskandidaten Ekrem İmamoğlu sowie den Bürgermeister von Adana, Zeydan Karalar, im Gefängnis Silivri besucht. Nach dem Treffen äußerte sich Yavaş gegenüber Pressevertretern und bewertete sowohl den rechtlichen Prozess als auch die Stimmung der inhaftierten Bürgermeister.

„SIE WARTEN GESPANNT DARAUF, WANN DIE ANKLAGESCHRIFT ERSCHEINT“

Yavaş schilderte die Erwartungen von İmamoğlu und Karalar an den Justizprozess wie folgt:

„Alle warten gespannt darauf, dass das Recht seinen Lauf nimmt. Sie warten derzeit darauf, wann die Anklageschrift erscheint und wann ihnen der Prozess gemacht wird.“

Yavaş fügte hinzu, dass die inhaftierten Bürgermeister ihre Zeit im Gefängnis nicht ungenutzt ließen: „Sie lesen Bücher und versuchen, sich weiterzubilden. Ihre Stimmung ist sehr gut“, sagte er.

KRITIK AN DER INHAFTIERUNG: „NICHT MIT DEM UNIVERSALEN RECHT VEREINBAR“

Yavaş betonte, dass die Inhaftierungen unnötig seien und ein politisches statt ein rechtliches Bild entstünden. Er führte seine Worte wie folgt fort:

„Ich sage es von Anfang an: Untersuchungshaft ist eine sehr außergewöhnliche Maßnahme. Wenn es ein Verbrechen gibt, sollen sie vor Gericht gestellt werden. Aber was passiert, wenn sie freigesprochen werden? In diesem Prozess sind sie von ihren Familien, ihren Ämtern und ihren Aufgaben getrennt. Das ist nicht wiedergutzumachen.“

„Die Wähler haben ihren Willen zum Ausdruck gebracht. Sie haben gesagt: ‚Regiert uns‘. Man muss diesen Menschen erlauben zu regieren. Die Strafe verhängt letztlich der Wähler. Die Absetzung durch die Justiz verstärkt jedoch den Eindruck, dass diese Verfahren politisch motiviert sind, und erschüttert das Vertrauen in die Justiz. Niemand hat das Recht, dieses Unrecht zu begehen.“

Yavaş antwortete auch auf eine Frage zur Gerichtsentscheidung bezüglich des Bürgermeisters von Esenyurt, Ahmet Özer. Er erklärte, er habe nicht direkt nach der Akte gefragt, verfolge die Entwicklungen aber genau: „Es wurde entschieden, dass er in einem der beiden Vorwürfe freigelassen wird, während die Haft im anderen Fall fortgesetzt wird. Ich habe den Prozess gestern selbst verfolgt“, sagte er.

„GERICHTSVERHANDLUNGEN SOLLTEN LIVE ÜBERTRAGEN WERDEN“

Yavaş unterstützte die Forderung von Ekrem İmamoğlu, den Justizprozess öffentlich im Fernsehen zu übertragen, und rief dazu auf, die Verhandlungen live auszustrahlen:

„Gerichtsverhandlungen sind ohnehin öffentlich. Vertraulichkeit gilt nur in Ausnahmefällen. Wenn eine Regelung getroffen wird, um sie live auf TRT zu übertragen, kann die Gesellschaft selbst sehen, wie die Justiz arbeitet. Das ist sehr wichtig, damit die Entscheidung im öffentlichen Gewissen akzeptiert wird.“

Yavaş gab Informationen zum Inhalt des Besuchs und sagte, dass sie etwa eine Stunde mit Ekrem İmamoğlu gesprochen und die politischen Schritte für den kommenden Prozess erörtert hätten.


Nachrichtenquelle: 12punto

Ekrem İmamoğlu Bürgermeister der Stadtverwaltung Ankara Mansur Yavaş