Neuer Öffnungsprozess sorgt weiterhin für Unmut in der MHP: Ein weiterer Rücktritt
In Kocaeli ist Aktuğ Metin Aldemir, ein ehemaliger Funktionär des MHP-Bezirksverbands Körfez, aus seiner Partei ausgetreten, um gegen den von Bahçeli unterstützten Prozess für eine „Türkei ohne Terror“ zu protestieren. Aldemir erklärte: „Dieser Prozess hat uns sehr zermürbt, wir haben niemandem mehr eine Antwort zu geben.“
Der von MHP-Parteichef Devlet Bahçeli unter dem Namen „Türkei ohne Terror“ angekündigte Prozess sorgt in den regionalen Parteigliederungen weiterhin für Unmut.
Eine dieser Reaktionen kam aus Kocaeli. Aktuğ Metin Aldemir, einer der ehemaligen Funktionäre des MHP-Bezirksverbands Körfez, gab seinen Austritt aus der Partei über eine Erklärung in den sozialen Medien bekannt.
„ICH GEBE MEINE NATIONALISTISCHE HALTUNG NICHT AUF, ABER ICH KANN IN DIESER PARTEI NICHT BLEIBEN“
In seiner Erklärung betonte Aldemir, dass er keiner anderen politischen Partei beitreten und seine nationalistisch-ülkücü Linie beibehalten werde. „Ich beende meine Mitgliedschaft in der Partei der Nationalistischen Bewegung, in der ich nur ein einfaches Mitglied war“, sagte Aldemir und betonte, dass sein Rücktritt eine individuelle Entscheidung sei.
Aldemir drückte die Enttäuschung hinter seinem Rücktritt mit den Worten aus: „Ich treffe diese Entscheidung, ohne irgendjemandem das Recht zu geben, mich zu verurteilen oder zu hinterfragen. Ich erkläre, dass sich unsere Ansichten nicht geändert haben, aber ich stelle fest, dass dieser Prozess uns sehr zermürbt hat und wir niemandem mehr eine Antwort zu geben haben.“
Der aus der MHP ausgetretene Aktuğ Metin Aldemir fuhr wie folgt fort:
„Diejenigen, die denken, dass ich kein kluger Mann sei, mögen ihren eigenen Verstand und ihre Ideen für sich behalten. Solange sich in diesem Prozess nichts ändert, wünsche ich allen Brüdern und Schwestern, die Politik machen, ohne einer Partei anzugehören, viel Erfolg und Geduld. Ich erkläre, dass sich unsere Ansichten nicht geändert haben. Aber ich stelle fest, dass dieser Prozess uns sehr zermürbt hat und wir niemandem mehr eine Antwort zu geben haben. Ich habe in diesem Land immer noch kein kurdisches oder türkisches Problem gesehen. Das Problem liegt bei euch und in euch selbst. Ihr habt Bruder gegen Bruder kämpfen lassen und euch mit denen verbündet, die auf Babys in der Wiege schießen. Bitte, ich möchte nicht einmal einen einzigen Anruf zu diesem Thema erhalten. Möge das, was uns zusteht, rechtens sein, und möge jeder, der ein Recht auf etwas hat, es vergeben.“
Nachrichtenquelle: 12punto
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