Neuer Wechsel von der Gelecek-Partei zur AKP! Scharfe Reaktion von Davutoğlu
Während die AKP ihre Vorbereitungen für eine neue Verfassung fortsetzt, ist ein weiterer Abgeordneter der Gelecek-Partei zur AKP gewechselt. Präsident und AKP-Vorsitzender Erdoğan steckte dem Abgeordneten aus Konya, Hasan Ekinci, das Parteianstecker an. Der Vorsitzende der Gelecek-Partei, Ahmet Davutoğlu, reagierte scharf: „Kleingeistige Kalküle, die Abgeordnete wie Bauern auf dem Schachbrett betrachten, zerstören das Ansehen der Politik.“
Die AKP, die sich auf die Ausarbeitung einer neuen Verfassung vorbereitet, setzt ihre Abwerbungen aus Oppositionsparteien fort. Präsident und AKP-Vorsitzender Recep Tayyip Erdoğan steckte dem jüngsten Neuzugang, dem Abgeordneten der Gelecek-Partei für Konya, Hasan Ekinci, während der Fraktionssitzung seiner Partei das Anstecker an.
Damit hat die Gelecek-Partei insgesamt drei Abgeordnete an die AKP verloren. Der Vorsitzende der Gelecek-Partei, Ahmet Davutoğlu, der heute in der Großen Nationalversammlung der Türkei (TBMM) zu diesem Thema sprach, warf Erdoğan vor, „kleingeistige Kalküle zu verfolgen“.
Davutoğlu, der argumentierte, dass Erdoğan die Abgeordneten als Bauern auf dem Schachbrett betrachte, sagte: „Der Versuch, Abgeordnete mit einer Logik der bloßen Zahlen- und Kopfzählerei zu transferieren, was nicht mit der politischen Moral vereinbar ist, zerstört das Klima der Aufrichtigkeit und des Vertrauens und vernichtet das ohnehin bereits erschütterte Ansehen der Politik vollständig.“

'ER BETRACHTET ABGEORDNETE ALS BAUERN UND VERFOLGT KLEINGEISTIGE KALKÜLE'
Davutoğlus Rede lautet wie folgt:
„Große Ziele erreicht man nicht mit kleingeistigen Kalkülen. Einerseits die Opposition zu Ruhe und Besonnenheit aufzurufen und andererseits weiterhin Abgeordnete wie Bauern auf dem Schachbrett zu betrachten, die nur als bloße Zahlen in einer Summe zählen, und Versuche zu unternehmen, Abgeordnete mit einer Logik der Zahlen- und Kopfzählerei zu transferieren, die nicht mit der politischen Moral vereinbar ist, zerstört das Klima der Aufrichtigkeit und des Vertrauens; es vernichtet das ohnehin bereits erschütterte Ansehen der Politik vollständig. Als ein Weggefährte, der in der Vergangenheit gemeinsam mit ihm durch viele Feuerproben gegangen ist, sage ich aufrichtig: Wer auch immer ihm solche machiavellistischen Schritte empfiehlt, die seinen eigenen Aufruf bedeutungslos machen, ist der größte Feind sowohl seiner selbst als auch des Prozesses. Das Ansehen der politischen Institution zu erschüttern, macht vor allem den Aufruf, den der Präsident erst vor vier Tagen getätigt hat, bedeutungslos. Ich sage es klar und deutlich: Politiker, die das Ansehen der Politik mit kleingeistigen Kalkülen erschüttern, sägen an dem Ast, auf dem sie sitzen. Wir möchten die Worte des Herrn Präsidenten, in denen er sich über ‚Polarisierung‘ beklagt, ebenfalls in diesem Sinne verstehen und lesen.“
Nachrichtenquelle: 12punto
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