Nicht erklärter Ausnahmezustand gegen CHP-Kundgebung in Bayburt
Für die von der CHP in Bayburt geplante Kundgebung „Das Volk verteidigt seinen Willen“ wurde kein Platz zur Verfügung gestellt. Unterdessen wurde die Universität der Stadt geschlossen und die KYK-Wohnheime wurden geräumt.
Die Republikanische Volkspartei (CHP) bereitet sich darauf vor, die zehnte ihrer „Das Volk verteidigt seinen Willen“-Kundgebungen, die sie nach der Verhaftung von Ekrem İmamoğlu ins Leben gerufen hat, in Bayburt abzuhalten.
Allerdings wurde für den von der CHP für die Kundgebung vorgesehenen Platz keine Genehmigung erteilt. Damit nicht genug: Es wurde die Anweisung erteilt, die dem Ministerium für Jugend und Sport unterstellten KYK-Wohnheime zu räumen. Auch die Universität Bayburt ging vor der Kundgebung in die vorlesungsfreie Zeit. Den in den KYK-Wohnheimen untergebrachten Studierenden wurde mitgeteilt, dass sie die Unterkünfte bis Freitag um 17.00 Uhr räumen müssen.
Die Kundgebung, an der auch der CHP-Vorsitzende Özgür Özel teilnehmen wird, findet um 13.30 Uhr vor dem Genç-Osman-Stadion statt. CHP-Abgeordnete sind bereits Tage zuvor nach Bayburt gereist, um mit den Vorbereitungen und der Feldarbeit zu beginnen.
Der stellvertretende CHP-Vorsitzende Gökan Zeybek gab Informationen zum Vorbereitungsprozess und wies darauf hin, dass in Bayburt zum ersten Mal seit 14 Jahren wieder eine Kundgebung stattfindet. Zeybek sagte: „Im Jahr 2011 traf sich Herr Kemal Kılıçdaroğlu am Uhrturm mit der Bevölkerung. Seit diesem Datum wurde in Bayburt weder eine Kundgebung abgehalten noch ein Kandidat aufgestellt. Doch die CHP ist nun die stärkste Partei der Türkei, und ihr Vorsitzender trifft sich an jedem Punkt der Türkei mit den Menschen.“
Zeybek wies darauf hin, dass Bayburt eine der kleinsten Provinzen der Türkei sei und die CHP in der Vergangenheit in der Region nur mit geringen Stimmenanteilen vertreten war, betonte jedoch, dass sie dennoch einen starken Wandel in der Stadt beobachteten. Er machte zudem auf den politischen Druck aufmerksam, der in der Stadt zu spüren sei, und erklärte: „Viele Bürger sagen, dass sie Angst haben, sichtbar zu sein, da sie sonst fürchten, dass ihre Kinder ihre Arbeit verlieren oder ihr eigener Lebensunterhalt gefährdet ist.“
Es wurde mitgeteilt, dass bei der Kundgebung neben den lokalen Problemen von Bayburt auch Themen wie Rechtswidrigkeit, Ungerechtigkeit und die Wirtschaftskrise in der gesamten Türkei thematisiert werden sollen. Der Vorsitzende Özgür Özel wird heute in Bayburt eintreffen, die Nacht in der Stadt verbringen und anschließend nach Istanbul zurückkehren.
Nachrichtenquelle: 12punto
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