Özgür Özel spricht in Marokko: 'Die CHP marschiert auf die Regierung zu'
Der CHP-Vorsitzende Özgür Özel äußerte sich auf dem Treffen der Sozialistischen Internationale in Rabat. Özel forderte: „In Syrien muss eine demokratische Regierung gebildet werden.“ Zudem betonte der CHP-Chef, dass seine Partei auf dem Weg an die Macht sei.
Der Vorsitzende der CHP und stellvertretende Präsident der Sozialistischen Internationale, Özgür Özel, nahm am Ratstreffen der Sozialistischen Internationale in Rabat teil. Das Treffen fand im Rahmen der routinemäßigen Zusammenkünfte statt, die alle sechs Monate abgehalten werden.
Nach dem Treffen wandte sich Özgür Özel an die Teilnehmer und äußerte sich zu internationalen Problemen. Während Özel erklärte, dass die weltweite Unterstützung für die Demokratie 90 Prozent erreiche, bezeichnete er den Aufstieg rechtsradikaler Führungspersönlichkeiten als „Demokratie-Paradoxon“.
Özel betonte die Notwendigkeit dauerhafter Lösungen in Syrien und Palästina und rief die Mitglieder der Sozialistischen Internationale dazu auf, für den Nahen Osten aktiv zu werden.
Die Erklärungen von Özel im Wortlaut:
Ich möchte meine Worte damit beginnen, dass ich Terrorismus verurteile, egal von wem, woher, zu welchem Zweck oder in welchem Ausmaß er kommt, und dass ich den Kampf dagegen als den ehrenhaftesten und wichtigsten Kampf der Menschheit betrachte.
„DEMOKRATIE-PARADOXON“
Werte Genossinnen und Genossen, seit einiger Zeit nimmt der Einfluss des Rechtspopulismus, der radikalen Rechten und politischer Ansätze, die auf einen autoritären Wahlcharakter setzen, weltweit zu. Diese Entwicklung stellt die Grundprinzipien der Demokratie und die Menschenrechte in Frage. Dieses politische Verständnis verstärkt einerseits die gesellschaftliche Polarisierung, blockiert Forderungen nach gesellschaftlichem Wandel und drängt viele Grundrechte wie Frauenrechte, Arbeitsrechte und Umweltrechte in den Hintergrund.
Laut dem Bericht über die menschliche Entwicklung 2023-2024 des Entwicklungsprogramms der Vereinten Nationen gewinnen Führungspersönlichkeiten, die die Grundregeln und Institutionen der Demokratie untergraben, leider an Macht. Gleichzeitig liegt die weltweite Unterstützung für die Demokratie bei 90 Prozent. Das ist das sogenannte Demokratie-Paradoxon.
AUFRUF ZUM HANDELN FÜR DEN NAHEN OSTEN
Während die Türkei mit dem Migrationsproblem kämpft, ist unsere grundlegende Erwartung und unser Aufruf, eine Solidarität zu zeigen, die die Migrationslast gerecht verteilt. Der Nahe Osten ist erneut zu einem Brandherd geworden. Was einerseits in Gaza und andererseits in Syrien geschieht, steht auf der Weltagenda. Es sollte auch unsere vorrangige Agenda sein. Es ist unsere moralische Verantwortung als Sozialdemokraten, in beiden Fragen solidarisch für Frieden und Menschenrechte einzutreten.
Das menschliche Drama in Palästina muss dringend beendet werden; es bedarf einer gerechten und dauerhaften Lösung. Alle sozialdemokratischen Parteien und Regierungen weltweit müssen solidarisch handeln, um einen dauerhaften Frieden und eine Zwei-Staaten-Lösung in Palästina zu verteidigen.
„DER AUFBAU EINES DEMOKRATISCHEN REGIMES IN SYRIEN IST UNERLÄSSLICH“
In Syrien ist es unerlässlich, ein demokratisches Regime aufzubauen, das die Rechte aller syrischen Bürger verfassungsrechtlich garantiert und alle Identitäten sowie religiösen Überzeugungen respektiert. Dabei muss mit Sensibilität auf die Wahrung der territorialen Integrität Syriens geachtet werden. Alle sozialdemokratischen Parteien und Regierungen sollten diesen Prozess unterstützen.
„DIE CHP MARSCHIERT AUF DIE REGIERUNG ZU“
Dieses Paradoxon zu überwinden, ist nur durch den entschlossenen Willen sozialdemokratischer Ansätze möglich, die eine gerechte, sichere und geschützte Ordnung in allen Bereichen verteidigen. Es ist hoffnungsvoll zu sehen, dass die gesellschaftliche Unterstützung für diesen Willen in verschiedenen Teilen der Welt stark ist. Zum Beispiel ist die Republikanische Volkspartei (CHP), deren Vorsitzender ich bin, bei den letzten Kommunalwahlen in der Türkei als stärkste Kraft hervorgegangen. Mehr noch: Sie ist nach 47 Jahren zur ersten Partei der Türkei geworden und marschiert zuversichtlich auf die Regierung zu.
Die Gemeinden, die wir derzeit gewonnen haben, haben sich zu konkreten Anwendungsgebieten der Grundprinzipien der Sozialdemokratie entwickelt. Diese solidarische, entwicklungsorientierte und auf Wohlstand basierende Politik baut einerseits das Klima der Polarisierung ab und ebnet andererseits den Weg für soziale Gerechtigkeit und Entwicklung.
Nachrichtenquelle: 12punto
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