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Reaktion der CHP auf die Auflösungsentscheidung der PKK: 'Wir sollten den Prozess nicht von Şamil Tayyar, sondern vom Parlament erfahren'

Der stellvertretende CHP-Fraktionsvorsitzende Ali Mahir Başarır betonte in seiner Stellungnahme zur Auflösungsentscheidung der Terrororganisation PKK, dass der Prozess transparent geführt und das Parlament unbedingt einbezogen werden müsse. Er sagte: „Das Schweigen der Waffen ist wertvoll, aber für einen gesellschaftlichen Konsens darf das Parlament nicht außen vor gelassen werden.“

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Reaktion der CHP auf die Auflösungsentscheidung der PKK: 'Wir sollten den Prozess nicht von Şamil Tayyar, sondern vom Parlament erfahren'

Der zweite Lösungsprozess, der auf den Aufruf des MHP-Vorsitzenden Devlet Bahçeli hin begann, wurde durch Gespräche zwischen der İmralı-Delegation und dem Anführer der Terrororganisation PKK, Abdullah Öcalan, fortgesetzt. Nach einer langen Zeit, die seit Öcalans schriftlichem Aufruf vergangen war, kündigte die Organisation ihre Selbstauflösung und die Niederlegung der Waffen an.

Der erste Kommentar der CHP zur Auflösungs- und Waffenstillstandsentscheidung der PKK kam vom stellvertretenden Fraktionsvorsitzenden Ali Mahir Başarır.

ERSTER KOMMENTAR DER CHP ZUR PKK-AUFLÖSUNG: EINBEZIEHUNG DES PARLAMENTS IST EIN MUSS!

Başarır, der an der Sendung „Bi' Karar Ver“ von Karar TV auf YouTube teilnahm, sagte: „Dieses Land kämpft seit 40 Jahren gegen den Terror. Dass die Waffen nun schweigen und das Blutvergießen aufhört, ist natürlich wichtig. Doch für die Legitimität des Prozesses ist es zwingend erforderlich, dass das Parlament in diesen Prozess einbezogen wird.“

Başarırs Erklärungen zu diesem Thema lauten wie folgt:

WIR SOLLTEN DEN PROZESS NICHT VON ŞAMİL TAYYAR ERFAHREN

Başarır äußerte sein Unbehagen darüber, dass der Prozess nicht transparent geführt werde, und sagte: „Wir sollten diesen Prozess nicht von Şamil Tayyar erfahren. Er muss transparent mit den im Parlament vertretenen Parteien geführt werden. Niemand sollte uns Informationen über Journalisten oder Hinterzimmergespräche zukommen lassen. Wenn das Parlament außen vor gelassen wird, kann kein gesellschaftlicher Konsens erzielt werden.“

Başarır betonte, dass der Lösungsprozess nur mit einer „Wir“-Sprache geführt werden könne, und erklärte: „Dass es heute endet, ist wertvoll. Aber wir sollten diesen Prozess nicht führen, indem wir sagen ‚Ich habe es geschafft‘, sondern indem wir sagen ‚Wir haben es gemeinsam geschafft‘. Nur so lässt sich ein gesellschaftlicher Konsens erreichen.“

„ES MÜSSEN SCHRITTE UNTERNOMMEN WERDEN, DIE DIE FAMILIEN DER GEFALLENEN NICHT KRÄNKEN“

Başarır betonte, dass trotz der öffentlichen Diskussion über mögliche Strafvollzugsreformen keine Informationen im Parlament geteilt würden, und sagte: „Als stellvertretender CHP-Fraktionsvorsitzender kenne ich nicht einmal den kleinsten Paragraphen bezüglich der Strafvollzugsreform. Tausende Bürger stellen uns Fragen, aber es werden keinerlei offizielle Informationen geteilt. Das ist inakzeptabel.“

Başarır erklärte, dass das Hauptanliegen der CHP bei der Unterstützung des Prozesses der Respekt vor den moralischen Rechten der Familien der Gefallenen und der Veteranen sei, und sagte: „Wenn die Türkei in diesem Prozess Schritte unternehmen will, müssen diese Schritte die Ehre der Familien der fast 50.000 Gefallenen schützen und sie nicht kränken. Genau das ist es, was wir unter gesellschaftlichem Konsens verstehen.“

'WIR SIND NICHT DAGEGEN, ABER WIR GEBEN KEINE BLINDE UNTERSTÜTZUNG'

Am Ende der Sendung sagte Başarır: „Als CHP sind wir nicht gegen den Prozess, aber wir geben auch keine blinde Unterstützung“ und bekräftigte, dass alle Details im Parlament diskutiert und der Öffentlichkeit zugänglich gemacht werden müssten.

Başarır appellierte: „Dieses Land blutet seit 40 Jahren. Wenn nun ein Versöhnungsprozess notwendig ist, dann lasst uns diesen Prozess gemeinsam tragen. Aber lasst uns das mit allen, mit der Gesellschaft und mit dem Parlament zusammen tun.“


Nachrichtenquelle: 12punto

Ali Mahir Başarır Abdullah Öcalan