Scharfer Appell der Zafer Partisi an die Regierung: „Die Türkei kann diese Last nicht mehr tragen“
Der Sprecher der Zafer Partisi, Azmi Karamahmutoğlu, betonte in einer Erklärung, dass die AKP-Regierung ihren Verpflichtungen nicht nachkomme, und wies auf die Notwendigkeit von vorgezogenen Neuwahlen oder Nachwahlen hin.
Der Sprecher der Zafer Partisi, Azmi Karamahmutoğlu, äußerte sich bei einem Treffen in der Parteizentrale zu aktuellen politischen Themen.
Karamahmutoğlu erklärte, dass die Sicherheit in der Türkei untergraben sei und ein Klima des tiefen Misstrauens in der Gesellschaft herrsche, und kritisierte die Regierung scharf.
Besonders mit Blick auf die Sicherheitsmängel an Schulen sagte Karamahmutoğlu: „Die Regierung, die seit vielen Jahren die Straßen und Wege unsicher gemacht hat, ist nun nicht einmal mehr in der Lage, die Sicherheit unserer Jugendlichen in den Schulen zu gewährleisten. Die AKP-Regierung übernimmt keine Verantwortung für den bewaffneten Angriff, der das Leben von neun Familien zerstört hat. Bildungsminister Yusuf Tekin beharrt darauf, im Amt zu bleiben, und der Innenminister führt sein Amt fort, ohne Verantwortung für die Sicherheit unserer Kinder zu übernehmen. Ein Rücktritt als Reaktion auf das Leid der betroffenen Familien kommt ihnen nicht einmal in den Sinn.“
„ENTWEDER VORGEZOGENE NEUWAHLEN ODER NACHWAHLEN SIND EIN MUSS“
Karamahmutoğlu äußerte sich auch zu den in der politischen Agenda häufig diskutierten Nachwahlen und setzte seine Kritik an der Regierung fort.
„Die AKP-Regierung muss schnellstmöglich die verfassungsrechtlich vorgeschriebenen Nachwahlen durchführen oder vorgezogene Neuwahlen ansetzen. Es ist undenkbar, dass wir diese Regierung bis Mai 2028 mittragen. Den Weg mit der AKP für die kommenden zwei Jahre fortzusetzen, ist für unser Land zu einem Albtraum geworden. Die Türkei darf diese Last nicht länger tragen; entweder vorgezogene Neuwahlen oder Nachwahlen müssen auf die Tagesordnung gesetzt werden“, sagte er.
„VERFASSUNGSÄNDERUNG ALS DIKTAT IST INAKZEPTABEL“
Karamahmutoğlu ging auch auf den neuen Lösungsprozess ein, den die Regierung unter dem Motto „Eine Türkei ohne Terror“ vorantreibt. „Es wird versucht, aus einem Terroristenführer einen Chefunterhändler zu machen, und die Gesellschaft soll davon überzeugt werden. All diese Initiativen sollen durch eine neue Verfassungsänderung aufgezwungen werden. Das türkische Volk wird ein solches Verfassungsdiktat, das seine Souveränität und die Republik bedroht, keinesfalls akzeptieren. Bisher hat niemand gewagt, die ausgearbeitete neue Verfassung dem Volk vorzulegen, und es wird auch in Zukunft nicht möglich sein, sie dem Volk zur Abstimmung zu bringen“, erklärte er und unterstrich die Entschlossenheit seiner Partei in Bezug auf den aktuellen Prozess.
„KRITISCHER APPELL FÜR DIE BEZIEHUNGEN ZWISCHEN DER TÜRKEI UND DEN USA“
Karamahmutoğlu forderte, dass der US-Botschafter in Ankara und der Syrien-Sondergesandte Tom Barrack die Türkei verlassen sollten: „Das Verhalten von Tom Barrack in der arabischen Welt ist inakzeptabel. Ein Abzug des US-Botschafters aus der Türkei wäre für die diplomatischen Beziehungen zwischen den beiden Ländern weitaus gesünder“, sagte er.
Die Erklärungen von Karamahmutoğlu haben eine neue Wahldebatte in der Politik entfacht und die Kritik an der Regierungsarbeit erneut in den Mittelpunkt gerückt.
Nachrichtenquelle: 12punto
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