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Treffen von Fatih Erbakan und Mustafa Destici mit Fokus auf Wahlen und Verfassung

Der Vorsitzende der Yeniden Refah Partisi, Fatih Erbakan, besuchte den Vorsitzenden der Büyük Birlik Partisi, Mustafa Destici, um ihm sein Beileid auszusprechen und zu seiner Wiederwahl zu gratulieren. Auf der Agenda der beiden Parteichefs standen die anstehenden Wahlen sowie eine mögliche Verfassungsänderung.

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Treffen von Fatih Erbakan und Mustafa Destici mit Fokus auf Wahlen und Verfassung

Fatih Erbakan wurde in der Parteizentrale der Büyük Birlik Partisi von Mustafa Destici empfangen; begleitet wurde er von einer Delegation, der die stellvertretenden Vorsitzenden Mehmet Aşıla und Nureddin Gül sowie Generalsekretär Mehmet Altınöz angehörten. Seitens der BBP nahmen die stellvertretenden Vorsitzenden Ahmet Emin Serin, Fehmi Güner und Tevfik Eren an dem Gespräch teil.

Das etwa einstündige Treffen diente sowohl dazu, Mustafa Destici das Beileid zum kürzlich verstorbenen Bruder Halil Nural Destici auszusprechen, als auch ihm zur Wiederwahl als Parteivorsitzender zu gratulieren.

Während des Gesprächs fand ein Meinungsaustausch über aktuelle Entwicklungen in der türkischen und internationalen Politik, Wahlprozesse sowie eine mögliche Verfassungsänderung statt.

BOTSCHAFT DES KAMPFES FÜR DIE SICHERUNG ALLER FREIHEITEN

Mustafa Destici dankte Fatih Erbakan und seiner Delegation für den Besuch und betonte die Bedeutung der langjährigen Zusammenarbeit zwischen den beiden Parteien. Destici äußerte sich in seiner Rede wie folgt:

"Wir standen seit der Gründung der Büyük Birlik Partisi, ja sogar schon davor in der Zeit der MÇP, der Refah Partisi, dem Bündnis von 1991 und allen darauffolgenden Prozessen, stets in engem Dialog mit der Milli-Görüş-Gemeinschaft, der Refah Partisi und ihren Nachfolgeparteien sowie deren Vorsitzenden. Dabei haben wir uns den verstorbenen Erbakan Hoca und unseren Märtyrer-Führer Muhsin Yazıcıoğlu zum Vorbild genommen. Denn sie haben in jeder Zeit, in der die Türkei und das türkische Volk es brauchten, insbesondere in Zeiten von Unterdrückung gegen gläubige und religiöse Bevölkerungsschichten, wie etwa während des 28. Februar, ein vollkommenes Beispiel für Zusammenarbeit und Solidarität gezeigt. Wir setzen dieses Beispiel der Zusammenarbeit und Solidarität auch heute fort.

Natürlich hatten wir bei diesem Treffen auch die Gelegenheit, uns kurz über die politische Agenda der Türkei und die Weltpolitik auszutauschen. Das Ziel beider Parteien ist es zweifellos, dass die Türkei, das türkische Volk, die türkische und islamische Welt sowie unsere in dieser Welt lebenden Geschwister und Verwandten ein friedlicheres, sichereres, glücklicheres und in jeder Hinsicht freieres Leben führen können. Das heißt, wir kämpfen für ein Leben, in dem sowohl der Staat unabhängig und frei ist als auch die Menschen frei sind; ein Leben, in dem alle Freiheiten, allen voran die Glaubensfreiheit, gewährleistet sind. Möge Gott die Einheit unseres Landes und unserer Nation bewahren. Möge Er denjenigen, die versuchen, diese zu zerstören, keine Gelegenheit dazu geben."

REGIONALE ENTWICKLUNGEN UND BETONUNG DES FRIEDENS

Destici äußerte sich zudem besorgt über die anhaltenden Konflikte in der Region, insbesondere den Russland-Ukraine-Krieg, und verurteilte die israelischen Angriffe auf Gaza:

"Es gibt derzeit zwei Kriege in unserer Region. Auch wenn der Russland-Ukraine-Krieg an Intensität verliert, verurteilen wir den Völkermord, den Israel in Gaza begeht, erneut. Wir verurteilen auch die Angriffe auf den Islam, wie zuletzt die Äußerungen und die hässliche Gotteslästerung des ehemaligen niederländischen Ministerpräsidenten, und weisen diese zurück. Seit gestern Abend kursieren Berichte in der Presse, dass sich die USA und der Iran geeinigt hätten. Es wurde angekündigt, dass das Abkommen am 19. Juni in der Schweiz unterzeichnet werden soll. Darüber haben wir uns gefreut. Natürlich wollen wir keinen Krieg in unserer Region. Wir sprechen insbesondere von einem unausgewogenen Krieg, einem Krieg ohne Machtgleichgewicht.

In diesem Krieg verliert leider unsere Geografie; unsere muslimischen Geschwister verlieren ihr Leben, sie werden unterdrückt, es wird Völkermord an ihnen begangen, sie werden bombardiert. Daher sind wir natürlich sehr froh, dass ein Waffenstillstand erreicht wurde und das Abkommen unterzeichnet werden soll. Das sollte für alle eine Lehre sein; vor allem sollte es für Amerika eine Lehre sein. Wir gehen davon aus, dass sie nun verstanden haben, dass man nicht mehr nach dem Wort dieses terroristischen, mörderischen und völkermörderischen israelischen Ministerpräsidenten handeln kann."

Zudem wurden der Tag der Nationalen Rettung Aserbaidschans und der Monat Muharrem gewürdigt.

WAHLEN UND VERFASSUNGSÄNDERUNG AUF DER AGENDA

Der Vorsitzende der Yeniden Refah Partisi, Fatih Erbakan, sprach Mustafa Destici erneut sein Beileid zum Verlust seines Angehörigen aus und gratulierte zum großen Parteitag der BBP. Erbakan erklärte dazu:

"Wir haben insbesondere einige Gespräche über das Datum und die Struktur der anstehenden Wahlen geführt sowie einen Meinungsaustausch über eine mögliche Verfassungsänderung und aktuelle politische Themen vollzogen. Ich gratuliere der Büyük Birlik Partisi noch einmal zu ihrem erfolgreich durchgeführten großen Parteitag. Ich wünsche unserem geschätzten Vorsitzenden und der gesamten Gemeinschaft der Büyük Birlik Partisi von Gott Geduld und spreche mein Beileid aus."


Nachrichtenquelle: 12punto