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Vorbereitungen in Ankara vor dem NATO-Gipfel im Fokus der Opposition

Die Ausgaben und Sicherheitsvorkehrungen in Ankara im Rahmen der Vorbereitungen auf den NATO-Gipfel stießen auf Kritik des stellvertretenden Fraktionsvorsitzenden der IYI-Partei, Turhan Çömez. Çömez reagierte scharf auf die prunkvollen Vorbereitungen für den Gipfel sowie auf die Ausgaben, die der Öffentlichkeit nicht offengelegt wurden.

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Vorbereitungen in Ankara vor dem NATO-Gipfel im Fokus der Opposition

Die Sicherheits- und Image-Maßnahmen, die in Ankara im Vorfeld des 36. NATO-Gipfels am 7. und 8. Juli ergriffen wurden, haben in der Öffentlichkeit zu Diskussionen geführt. Turhan Çömez, stellvertretender Fraktionsvorsitzender der IYI-Partei im türkischen Parlament, kritisierte die Vorbereitungsprozesse während einer Pressekonferenz im Parlament und argumentierte, dass die Regierung weit entfernt von Transparenz agiere.

Bezüglich der in der Presse bekannt gewordenen Akkreditierungsprobleme äußerte Çömez: "Das Thema betrifft uns nicht direkt. Denn Informationen und Anfragen zur Akkreditierung von Pressevertretern kommen vom jeweiligen Land. Das heißt, es wurde explizit auf die Türkei verwiesen. Auch hier entsprachen die Erklärungen der Regierungsseite leider nicht der Wahrheit. Das bedeutet, dass die Akkreditierungskrise und das gegen die Presse verhängte Embargo ebenfalls durch Forderungen der Regierung zustande kamen", und kritisierte damit, dass einigen Medienorganisationen die Akkreditierung verweigert wurde.

Çömez wies darauf hin, dass Demonstrationen und Märsche in Ankara im Rahmen des Gipfels eingeschränkt wurden und dass jegliche Art von Massenaktionen, einschließlich des Hungerstreiks von Lehrern, durch Entscheidungen des Gouverneursamtes verhindert wurden. Er merkte an, dass Proteste bei ähnlichen Gipfeltreffen in Europa möglich seien, und erklärte, dass das verfassungsmäßige Recht auf Versammlungs- und Demonstrationsfreiheit verletzt werde.

KRITIK AN DEN OPTISCHEN VERSCHÖNERUNGEN IN DER STADT

Çömez machte auch auf die Dekorations- und Tarnungsarbeiten aufmerksam, die im gesamten Stadtgebiet für das Treffen durchgeführt wurden. Er behauptete, dass riesige Plakatwände und Barrieren errichtet wurden, damit Slums und Armut in den Straßen von Ankara nicht sichtbar seien, und kritisierte die Einschränkung des täglichen Lebens von Kindern und Menschen mit Behinderungen.

Er behauptete, dass in Krankenhäusern spezielle Bereiche für ausländische Gäste geschaffen und Plätze auf Intensivstationen reserviert wurden, und erklärte, dass die Grundbedürfnisse der Bürger nicht priorisiert würden. Zudem behauptete er, dass versucht werde, bestimmte Inhalte in den sozialen Medien zu blockieren.

Çömez kritisierte auch die Reinigungsmaßnahmen in der Stadt, die Schließung von Kindertagesstätten sowie Telefonanrufe bei den Familien von Universitätsstudenten und reagierte mit den Worten: "In welcher Zeit leben Sie eigentlich?"

GIPFEL-SPEZIFISCHE AUSGABEN UND DAS PROBLEM DER TRANSPARENZ

Çömez erklärte, dass insgesamt 12 Milliarden Lira ausgegeben wurden und der Grund für diesen Betrag der Öffentlichkeit nicht mitgeteilt wurde. Er forderte die Behörden auf, die Öffentlichkeit über die getätigten Ausgaben, die Ausschreibungsverfahren und die Finanzierungsquellen zu informieren.

Er betonte, dass 181 Millionen Lira für Werbetafeln und Plakatwände in der Stadt ausgegeben wurden und dass der Bereich mit den Dinosaurier-Modellen vor der Ankunft ausländischer Delegationen abgesperrt wurde. Er stellte die Frage: "Warum wird die 800-Millionen-Dollar-Investition in Dinosaurier heute versteckt, warum scheut man sich davor, sie den Gästen statt dem Volk zu präsentieren?"

Çömez äußerte seine Kritik an der Abdeckung der Dinosaurier-Modelle mit den Worten: "Zeigen Sie Trump doch die Dinosaurier. Sie haben ein Vermögen dafür bezahlt... Oder hatten Sie Angst, dass Macron diese verrotteten Dinosaurier, diese Monster dort sieht und dann nicht mehr laufen kann?"

KRITISIERTER PRUNK: "STATT PFERDE MIT LOCKENWICKLERN ZU ZEIGEN..."

Çömez kritisierte die Zurschaustellung von Pferden in den Straßen von Ankara nach dem Vorbild des britischen Königshauses und kommentierte die Praxis wie folgt:

"Sie wickeln abends Lockenwickler in die Mähnen der Pferde in den Straßen von Ankara. Sie verpassen ihnen Strähnchen. Und dann zeigen Sie diese Pferde den Leuten auf der Straße. Zeigen Sie doch lieber Ihre Schande, Ihre Blamage. Nehmen Sie die Besucher mit in die Slumviertel dort. Zeigen Sie ihnen den Hunger, das Elend. Statt Pferde mit Lockenwicklern zu zeigen."

Çömez behauptete, dass Unternehmen in Ankara davor gewarnt wurden, Plakate und Flugblätter gegen die NATO zu drucken. Er sagte, dass es für eine solche Praxis in keinem anderen Land der Welt ein Beispiel gebe, und argumentierte, dass demokratische Rechte nicht eingeschränkt werden dürften.

Vertreter der Opposition betonten, dass die Eingriffe in das tägliche Leben der Bürger unter dem Vorwand der Gipfelvorbereitungen sowie die massiven Ausgaben transparent offengelegt werden müssten, und erklärten, dass diese Maßnahmen in der Stadt nicht mit demokratischen Prinzipien vereinbar seien.


Nachrichtenquelle: 12punto