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Was denkt die Opposition über den Aufruf von Öcalan? Wie haben sie den Prozess interpretiert?

Das Treffen des stellvertretenden Parlamentspräsidenten Sırrı Süreyya Önder und Pervin Buldan mit Abdullah Öcalan auf İmralı hat die Debatten über einen „neuen Lösungsprozess“ angeheizt. Während die İYİ Parti dem Prozess eine klare Absage erteilte, sprach der Vorsitzende der Zafer Partisi, Özdağ, von einer „Cumhur-Öcalan-Allianz“.

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Was denkt die Opposition über den Aufruf von Öcalan? Wie haben sie den Prozess interpretiert?

Eine Delegation bestehend aus dem stellvertretenden Parlamentspräsidenten Sırrı Süreyya Önder und der Abgeordneten für Van, Pervin Buldan, ist nach neun Jahren erstmals wieder nach İmralı gereist, um ein Gespräch mit dem Anführer der Terrororganisation, Abdullah Öcalan, zu führen. Die Erklärungen nach dem Treffen lösten in der türkischen Politik Diskussionen aus und brachten Spekulationen über einen neuen Lösungsprozess erneut auf die Tagesordnung.

Buldan, die im Namen der DEM-Parti-Delegation sprach, erklärte nach dem Besuch: „Wir werden bei den Parteien um Termine bitten. Wir werden die Besuche gemeinsam mit Sırrı Süreyya Önder beginnen, wobei Ahmet Türk höchstwahrscheinlich ebenfalls unserer Delegation angehören wird.“

İYİ PARTİ: 'MIT TERROR WIRD NICHT VERHANDELT'

Die schärfste Reaktion auf diese Initiativen der DEM-Partei kam von der İYİ Parti. 

Wie aus einem Bericht von Cumhuriyet hervorgeht, betonten Parteikader, dass ihre Haltung gegenüber dem Prozess eindeutig sei: „Mit Terror wird nicht verhandelt, er wird bekämpft. Auf Terminanfragen der DEM-Partei wird nicht reagiert werden.“

Die Kader behaupteten zudem, dass diese Initiative mit der erneuten Kandidatur von Präsident Recep Tayyip Erdoğan und dem Prozess für eine neue Verfassung zusammenhänge. Sie äußerten die Ansicht: „Dieser Prozess könnte Teil eines geheimen Plans sein, der die Zukunft der Türkei gefährdet.“

SCHARFE KRITIK VON ÖZDAĞ: 'CUMHUR-ÖCALAN-ALLIANZ'

Der Vorsitzende der Zafer Partisi, Ümit Özdağ, bezeichnete das Treffen in einer Presseerklärung als „Cumhur-Öcalan-Allianz“. Özdağ sagte: „Es wird ein schmutziges Geschäft hinter dem Rücken des türkischen Volkes ausgehandelt. Der Staat, den wir im Unabhängigkeitskrieg gegründet haben, liegt auf dem Operationstisch und man bereitet sich darauf vor, mit Öcalan eine Operation durchzuführen.“

Mit Blick auf den Prozess für eine neue Verfassung forderte Özdağ: „Was plant die Cumhur-Allianz zu ändern? Legen Sie Ihre Artikel offen, damit das türkische Volk weiß, worüber es abstimmt. Verhandlungen mit dem Terroristenführer hinter verschlossenen Türen werfen einen Schatten auf den Willen des türkischen Volkes“, und forderte die Regierung zur Transparenz auf.

ERBAKAN SIGNALISIERT ZUSTIMMUNG

Der Vorsitzende der Yeniden Refah Partisi (YRP), Fatih Erbakan, äußerte sich hingegen positiv zu den Gesprächen. Erbakan zeigte sich vorsichtig und sagte: „Wenn es einen Lösungsweg gibt, können wir dazu nicht Nein sagen. Dieser Prozess darf jedoch nicht die Einheit unserer Nation und die Integrität unseres Landes beschädigen.“

Die Gespräche, die die DEM-Partei mit den politischen Parteien führen wird, sowie der mögliche Prozess für eine neue Verfassung werden eine entscheidende Rolle in der politischen Atmosphäre der Türkei spielen. Die harte Haltung der İYİ Parti und die scharfe Kritik der Zafer Partisi gelten jedoch als bedeutende Hindernisse für den Beginn eines neuen Prozesses. 


Nachrichtenquelle: 12punto

Abdullah Öcalan İYİ Parti Ümit Özdağ Müsavat Dervişoğlu