Yılmaz Tunç äußert sich nach umstrittenen Bildern: Antwort auf Kritik am Parteistaat
Justizminister Yılmaz Tunç reagierte auf die Kritik an seinem Schneespaziergang in Sivas, an dem Justizangehörige und AKP-Mitglieder teilnahmen.
Justizminister Yılmaz Tunç hat auf die Kritik an seinem Spaziergang im Schnee in Sivas reagiert, an dem er gemeinsam mit dem stellvertretenden Vorsitzenden des Hohen Rates der Richter und Staatsanwälte (HSK), dem Generalstaatsanwalt, AKP-Mitgliedern und einigen Justizangehörigen teilgenommen hatte.
In einer Pressekonferenz erklärte Tunç, dass sein Besuch in Sivas eine rein protokollarische Veranstaltung auf lokaler Ebene gewesen sei und wies die Kritik als unbegründet zurück.
"SIE KÖNNEN UNS KEINE LEKTION ÜBER DEN PARTEISTAAT ETEILEN"
Yılmaz Tunç widersprach insbesondere den Vorwürfen der Republikanischen Volkspartei (CHP) bezüglich eines sogenannten „Parteistaat-Videos“. Er ging auf die Anschuldigungen der CHP-Führung zur „Unabhängigkeit der Justiz“ und zum „Parteistaat“ ein und sagte: „Dieses Volk wird niemals vergessen, was ein Parteistaat ist.“ Unter Verweis auf die Praktiken der CHP in der Vergangenheit fügte er hinzu: „Die Mentalität, die dieses Land jahrelang dazu gebracht hat, den Militärputsch vom 27. Mai als Tag der Demokratie und Verfassung zu feiern, hat nicht das Recht, uns eine Lektion über den Parteistaat zu erteilen.“
"ES WIRD KEINE PARTEIUNTERSCHEIDUNG GEMACHT, JEDER IST EINGELADEN"
In seiner Stellungnahme nach der Kritik betonte Yılmaz Tunç: „Wir sind Minister des Staates, wir sind Mitglieder des vom Volk gewählten Kabinetts. Daher besuchen wir unsere Provinzen ohne jegliche Parteienunterscheidung. Wir pflegen den Dialog sowohl mit AKP- als auch mit CHP-Funktionären.“ Er stellte klar, dass von einer Diskriminierung aufgrund der Parteizugehörigkeit keine Rede sein könne. Zudem sagte er: „Auch Abgeordnete der Republikanischen Volkspartei kommen, um uns zu empfangen, und wir sitzen mit ihnen zusammen. Für uns gibt es keinen Unterschied zwischen den Parteien.“
"DIE JUSTIZ RESPEKTIERT DEN NATIONALEN WILLEN"
Tunç ging auch auf die Haltung der Justiz in den letzten Jahren ein und verwies auf das Verhalten der Justiz während des Putschversuchs vom 15. Juli. „Wir haben die Justiz aus der Rolle befreit, der Hinterhof von jemandem zu sein, und sie zu einer Justiz des Volkes gemacht. Unsere Justiz ist zu einer Struktur geworden, die den nationalen Willen respektiert und nicht auf der Seite der Putschisten, sondern auf der Seite des Volkes steht“, sagte er. Darüber hinaus kritisierte er die Vorwürfe der Opposition gegen die Justiz mit den Worten: „Sie wollen nicht, dass wir Bestechung zur Rechenschaft ziehen, aber wir werden Korruption und Bestechung zur Rechenschaft ziehen.“
Nachrichtenquelle: 12punto
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