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Zensur bei „Terrorfreier Türkei“-Treffen

Das Verbot für einen SÖZCÜ-Reporter, bei einem MHP-Treffen in Elazığ Fragen zu stellen, hat eine Debatte über Pressefreiheit entfacht. Der Journalist Evren Demirdaş protestierte gegen diesen Umstand und verließ die Veranstaltung.

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Zensur bei „Terrorfreier Türkei“-Treffen

Bei einer von der Milliyetçi Hareket Partisi (MHP) in Elazığ organisierten Veranstaltung zum Thema „Terrorfreie Türkei“ hat das Verbot für den SÖZCÜ-Reporter Evren Demirdaş, Fragen zu stellen, eine ernsthafte Debatte über die Pressefreiheit ausgelöst.

Bei der vom MHP-Provinzverband Elazığ organisierten Veranstaltung waren auch Mitglieder des Zentralvorstands der Partei sowie der Abgeordnete für Elazığ, Semih Işıkver, anwesend. Während für andere anwesende Pressevertreter keinerlei Einschränkungen galten, wurde dieses Vorgehen, das sich gezielt gegen den SÖZCÜ-Reporter richtete, als persönliche Diskriminierung und institutionelle Zensur gewertet.

Der Journalist Evren Demirdaş wurde kurz nach Beginn der Veranstaltung von MHP-Funktionären angewiesen, keine Fragen zu stellen. Demirdaş reagierte auf diese Situation, indem er gegen die Behinderung der Freiheit, Fragen zu stellen – eines der Grundrechte des journalistischen Berufs –, protestierte und die Veranstaltung verließ.

Der Vorsitzende des Journalistenverbandes Fırat Havzası, Serkan Gürtürk, erklärte nach dem Vorfall, dass die Pressefreiheit verletzt worden sei. Gürtürk äußerte sich wie folgt: „Die Aufgabe eines Journalisten ist es nicht nur zuzuhören, sondern im Sinne der Information der Öffentlichkeit Fragen zu stellen. Dass ein Pressevertreter zur Veranstaltung eingeladen, ihm aber das Fragerecht verwehrt wird, ist inakzeptabel. Dieser Vorfall widerspricht dem Geist der Demokratie und einer freien Presse. Wir verurteilen diese Zensur gegenüber dem SÖZCÜ-Reporter Evren Demirdaş. Es liegt in der Verantwortung aller Seiten, ein Umfeld zu schaffen, in dem Journalisten frei arbeiten können.“

Dieser Vorfall bedeutet nicht nur eine Behinderung journalistischer Tätigkeit, sondern auch eine Einschränkung des Rechts der Öffentlichkeit auf Information. Es wurde erneut betont, dass die notwendigen Rahmenbedingungen geschaffen werden müssen, damit Pressevertreter frei arbeiten können.


Nachrichtenquelle: 12punto

MHP