Britische Regierung ergreift Maßnahmen gegen die 'European Super League'
Die britische Regierung plant, mit einem heute im Parlament einzubringenden Gesetzentwurf die Teilnahme an Organisationen, die sich vom globalen Fußballsystem abspalten wollen – wie etwa die „European Super League“ –, zu untersagen. Zudem soll es Clubbesitzern und Führungskräften, die durch Missmanagement aufgefallen sind, verboten werden, erneut Ämter zu bekleiden.
Die britische Regierung hat einen Gesetzentwurf ausgearbeitet, der die Teilnahme an Organisationen, die sich vom globalen Fußballsystem abspalten wollen – wie etwa die „European Super League“ –, untersagen soll. Zudem zielt das Gesetz darauf ab, Clubbesitzern und Führungskräften, die durch finanzielles Missmanagement aufgefallen sind, die erneute Ausübung ihrer Ämter zu verbieten.
Der Gesetzentwurf, der als „Football Governance Bill“ bezeichnet wird, soll heute dem britischen Parlament vorgelegt werden. Bei der Ausarbeitung des Entwurfs spielten Entwicklungen wie die Initiative zur European Super League, die Insolvenz einiger Vereine sowie Verkäufe, Änderungen von Vereinswappen und Farben oder Ernennungen von Führungskräften gegen den Widerstand der Fans eine entscheidende Rolle.
UNABHÄNGIGE FUSSBALL-AUFSICHTSBEHÖRDE WIRD GESCHAFFEN
Sollte der Gesetzentwurf angenommen werden, wird eine unabhängige Fußball-Aufsichtsbehörde zur Überwachung des Sports eingerichtet. Es wurde festgehalten, dass diese Behörde darauf abzielt, eine nachhaltige Finanzstruktur zu gewährleisten und die englische Fußballkultur zu schützen.
FAN-BETEILIGUNG WIRD ERHÖHT
Mit dem Entwurf soll auch die Beteiligung der Fans an den Entscheidungsprozessen der Vereine sichergestellt werden. Bei Themen außerhalb des Spielfelds, wie etwa der Vereinsgeschichte oder strategischen Plänen, wird es erforderlich sein, die Meinung der Fans einzuholen. Die Bereiche, in denen eine Fan-Beteiligung zwingend erforderlich ist, werden von der zu gründenden unabhängigen Aufsichtsbehörde festgelegt.
UNTERSTÜTZUNG DURCH PREMIERMINISTER SUNAK UND MINISTERIN FRAZER
Der britische Premierminister Rishi Sunak erklärte: „Einige Vereine werden seit langem von skrupellosen Eigentümern trotz schlechter finanzieller Führung missbraucht. Im schlimmsten Fall führt dies, wie wir an den Beispielen von Bury und Macclesfield Town gesehen haben, zum völligen Zusammenbruch.“
Sunak betonte, dass die Fans mit dem Gesetzentwurf in vielen Fragen ein Mitspracherecht erhalten würden, und fügte hinzu: „Dies wird sicherstellen, dass die Stimme der Fans im Mittelpunkt steht, separatistische Ligen verhindern und die finanzielle Nachhaltigkeit der Vereine sowie das historische Erbe unserer großen und kleinen Clubs schützen.“
Die Ministerin für Digitales, Kultur, Medien und Sport, Lucy Frazer, teilte die Ansicht: „Ohne Fans ist Fußball nichts. Wir sind entschlossen, sie in den Mittelpunkt des Spiels zu stellen und die Vereine als lebenswichtige gesellschaftliche Werte zu erhalten.“
Nachrichtenquelle: AA
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