Kritische Berechnungen bei Fenerbahçe für Spieler an der Kartengrenze
Vor der Begegnung gegen Çaykur Rizespor steht die Situation von sieben Fenerbahçe-Spielern, die kurz vor einer Gelbsperre stehen, vor dem Derby gegen Galatasaray im Fokus des Trainerstabs und der Fans. Dabei rücken wichtige Details zu den Sonderbestimmungen der Disziplinarvorschriften und der Vollstreckung von Sperren in den Vordergrund.
Im Spielplan, der über das Schicksal von Fenerbahçe in der Liga entscheiden wird, zeichnet sich vor der Partie gegen Çaykur Rizespor eine kritische Schwelle für sieben Spieler ab. Semedo, Nene, Brown, Musaba, Mert, Kerem und Guendouzi stehen kurz vor einer Gelbsperre. Sollte einer dieser Akteure gegen Rize erneut die Gelbe Karte sehen, wäre er für das Auswärtsspiel gegen Galatasaray am 26. April gesperrt.
Dieses Risiko erhöht den Druck auf die Spieler in der Partie gegen Çaykur Rize, insbesondere wenn man die entscheidende Bedeutung des Derbys für das Meisterschaftsrennen bedenkt. Sollten die gefährdeten Spieler eine Karte erhalten, müssten sie das Derby von der Tribüne aus verfolgen.
WENN EIN SPIELER NACH EINER GELB-ROTEN KARTE VOM PLATZ MUSS, WIRD DIE SPERRE IM POKALSPIEL VERBÜSST
Gemäß den geltenden Vorschriften gibt es jedoch ein interessantes rechtliches Detail. Nach den Disziplinarvorschriften des türkischen Fußballverbandes (TFF) wird die Sperre, falls ein Spieler im Spiel gegen Rize die Gelb-Rote Karte sieht, im türkischen Pokalspiel gegen Konya am 21. April verbüßt. Auf diese Weise kann der Spieler, auch wenn er gesperrt ist, seine Gelbe Karte „löschen“ lassen und beim Spiel gegen Galatasaray wieder auf dem Platz stehen.
Während andere Vereine diese Lücke im Regelwerk bereits in der Vergangenheit genutzt haben, verweist das Umfeld von Fenerbahçe in dieser Saison insbesondere auf ähnliche Situationen bei Osimhen und Abdülkerim. Obwohl es in der Vergangenheit unterschiedliche Praktiken der UEFA und des TFF bezüglich zusätzlicher Strafen für solche bewussten Versuche, eine Karte zu provozieren, gab, kann ein zusätzlicher Sanktionsmechanismus ohne konkrete Beweise (wie Schiedsrichterberichte, Videobilder oder Geständnisse) nicht in Kraft treten.
VORSCHRIFTEN BEEINFLUSSEN DIE VORBEREITUNG AUF DAS DERBY
In den Details der Vorschriften zu Spielsperren findet sich ein wichtiger Punkt. Mit der Bestimmung: „Eine Spielsperre wird unter Berücksichtigung der jeweiligen offiziellen Spielkategorie vollstreckt. Für einen Profifußballer gelten das türkische Pokalspiel, der Supercup und die Profiligaspiele als dieselbe Kategorie“, verfügen die Vereine über eine gewisse Flexibilität bei der Vollstreckung von Kartensperren.
Für Spieler, die absichtlich eine Karte sehen wollen, um ihre Sperre im Pokalspiel zu verbüßen, gibt es zwar eine Regelung, die „eine Sperre von zwei Spielen für Fußballer vorsieht, die bewusst eine Karte sehen, um eine Sperre im darauffolgenden Spiel zu vermeiden“. Damit diese jedoch angewendet werden kann, muss zweifelsfrei nachgewiesen werden, dass der betreffende Spieler diese Karte vorsätzlich provoziert hat.
Nachrichtenquelle: 12punto
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