Schock für Acun Ilıcalı: Ermittlungen gegen Hull City eingeleitet
Hull City, das den Aufstieg in die Premier League geschafft hat, sieht sich mit einer offiziellen Untersuchung des englischen Fußballverbandes (FA) konfrontiert, die auf Vorfälle auf den Tribünen während des Spiels gegen Chelsea im Februar zurückzuführen ist.
Nachdem Hull City in dieser Saison mit dem Aufstieg in die Premier League einen historischen Erfolg erzielt hat, sieht sich der Verein mit einer unerwarteten Krise konfrontiert: Grund sind Vorfälle auf den Tribünen während des FA-Cup-Spiels gegen Chelsea im Februar. Der englische Fußballverband (FA) hat eine Untersuchung gegen den Verein eingeleitet, da es während der im MKM-Stadion ausgetragenen Partie zu diskriminierenden und beleidigenden Sprechchören gekommen war.
In dem besagten Spiel unterlag Hull City zu Hause mit 0:4 gegen Chelsea, doch die Ereignisse auf den Tribünen überschatteten das sportliche Geschehen. Es wurde berichtet, dass bereits in der ersten Halbzeit das Stadion-Durchsagesystem aktiviert wurde, um die Fans wiederholt zu ermahnen. Nach Auswertungen der Überwachungskameras wurde bekannt gegeben, dass vier Personen, die beschuldigt werden, diskriminierende Äußerungen getätigt zu haben, von den Sicherheitskräften festgenommen wurden.
In der Anklageschrift der FA wird betont, dass die Vereinsführung von Hull City nicht ausreichend gegen explizite oder implizite, unangemessene und harte Äußerungen auf den Tribünen, die sich gegen die sexuelle Orientierung richteten, vorgegangen sei. Der Verband hat dem Verein eine Frist bis zum 2. Juni eingeräumt, um eine Stellungnahme zu den Vorwürfen abzugeben.
Die schärfste Reaktion auf die Vorfälle kam nach dem Spiel von der LGBTI+-Fangruppe des FC Chelsea. In einer im Namen der Organisation veröffentlichten Erklärung hieß es:
"Im MKM-Stadion wurden unsere Fans erneut Ziel homophober Angriffe und Sprechchöre. Wir verurteilen diese inakzeptable Situation aufs Schärfste. Wir wissen, dass der Verein Hull City Warnungen über die Stadionlautsprecher ausgesprochen, Untersuchungen mittels Kameras eingeleitet und Festnahmen veranlasst hat. Diese Schritte sind natürlich wertvoll, um die Verantwortlichen zur Rechenschaft zu ziehen und Sanktionen zu verhängen. Doch man muss es klar aussprechen: Dass diese primitiven Sprechchöre im Jahr 2026 noch immer in den Stadien widerhallen, ist eine absolute Schande für unseren Fußball."
Nachrichtenquelle: 12punto
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