Tage vor dem Derby 'Meister Cimbom' gesagt: Kritik von Erdoğans Jugendfreund an Osman Aşkın Bak
Die Äußerung "Meister Cimbom" von Jugend- und Sportminister Osman Aşkın Bak bei einer Eröffnungszeremonie wenige Tage vor dem Derby sorgte nicht nur in der Sportöffentlichkeit, sondern auch innerhalb der AKP für Reaktionen.
Jugend- und Sportminister Osman Aşkın Bak sorgte mit seiner Aussage bei der Grundsteinlegung im Aslantepe-Tal für Aufsehen in der Fußballwelt: "Wir werden weiterhin gemeinsam für den türkischen Sport, für das große Galatasaray, für den Meister Cimbom und für die türkische Nationalmannschaft arbeiten." Der von Minister Bak verwendete Ausdruck "Meister Cimbom" löste bei zahlreichen Fußballfans, allen voran bei den Anhängern von Fenerbahçe, kurz vor dem Derby Unmut aus.
Nachdem die Erwartungen zu diesem Thema gestiegen waren, gab Minister Bak eine Erklärung ab, in der er betonte, seine Worte seien missverstanden worden; er unterstütze den gesamten türkischen Sport und verfolge keinerlei Absicht, die seine Neutralität in Frage stellen könnte.

Der ehemalige AKP-Abgeordnete für Istanbul und Mitglied des Zentralen Entscheidungs- und Verwaltungskomitees (MKYK), Metin Külünk, reagierte scharf auf diese Worte des Ministers über soziale Medien. Külünk erklärte: "Der Ausdruck 'Meister Cimbom' führt, egal in welchem Kontext er geäußert wurde, in der Derby-Woche bei Millionen von Fans zu einem einzigen Gedanken: Könnte unsere Liga parteiisch sein?" Zudem äußerte er die Ansicht, dass solche Äußerungen dem Kampf des Präsidenten für Gerechtigkeit und Recht schaden würden.
Laut Külünk ist das Vertrauen in der Gesellschaft eines der wichtigsten Elemente des Fußballs; er betonte, dass dieses nicht beschädigt werden dürfe und fügte hinzu: "Die grundlegendste Verantwortung unseres Sportministers ist Neutralität, und unser Volk möchte glauben, dass der Minister in Wahrheit neutral ist."
Külünk führte in seiner Erklärung weiter aus: "Es gibt Dinge, die vor und nach einem Derby niemals passieren dürfen. Solange im Fußball keine FETÖ-Säuberung durchgeführt wird, wird der Schatten über dem Fußball nicht verschwinden. Die grundlegendste Verantwortung unseres Sportministers ist Neutralität, und unser Volk möchte glauben, dass der Minister in Wahrheit neutral ist. Der Ausdruck 'Meister Cimbom' von Minister Osman Aşkın Bak führt, egal in welchem Kontext er geäußert wurde, in der Derby-Woche bei Millionen von Fans zu einem einzigen Gedanken: 'Könnte unsere Liga parteiisch sein?' Folglich macht es diese Situation für die Fans von Galatasaray, Beşiktaş, Trabzon und allen anderen Teams der Liga unmöglich, das Thema nur aus der Perspektive eines sportlichen Wettbewerbs zu betrachten. Es geht darum, daran zu glauben, dass der Kampf auf dem Spielfeld fair ist. Denn Fußball ist nicht nur 90 Minuten. Er ist Vertrauen. Er ist Gerechtigkeit. Er ist Gleichheit."
In der Fortsetzung seiner Erklärung sagte Külünk:
"Deshalb hätte ein Minister, der die öffentliche Macht durch Politik und Wahlen repräsentiert, gerade in einer solch kritischen Woche berechnen müssen, wie jedes seiner Worte aufgenommen wird, nicht wahr!? Die Absicht mag gut sein oder auch nicht. Selbst wenn es in guter Absicht geäußert wurde, hat es offen gesagt dem Kampf, den der Herr Präsident führt, insbesondere auf der Grundlage von Recht, Gerechtigkeit und den Fans der Fußballvereine, sehr geschadet. Doch das Gewicht des Amtes besteht nicht nur aus der Absicht. Heute mag das Thema wie ein einzelner Satz erscheinen. Aber solche Äußerungen beschädigen das Vertrauensgefühl in einem ohnehin sensiblen Wettbewerbsumfeld. In diesen schwierigen Tagen, die unser Land und die Welt durchlaufen, ist das Letzte, was man sich wünscht, dass unser Volk in ein Chaos gestürzt wird. Jeder sollte wissen, dass FETÖ und ihre kollaborierenden Elemente auf Gelegenheiten lauern und Bürgerkriegsszenarien verfolgen; man muss unter Berücksichtigung dieser grundlegenden Sensibilität handeln. Wir wissen, dass der Herr Minister in dieser Hinsicht sehr sensibel ist. Man darf nicht vergessen, dass Fenerbahçe aus einem Angriff wie dem vom 3. Juli unbeschadet hervorgegangen ist und an vorderster Front gegen die verräterische Terrororganisation 'FETÖ' gekämpft hat. Natürlich müssen alle Vereine ihre internen FETÖ-Säuberungen immer wieder überprüfen und durchführen. Insbesondere die Schiedsrichterdiskussion muss beendet werden. Jeder sollte sich bewusst sein, was FETÖ durch den Fußball plant. Deshalb ist die Erwartung sehr klar: Eine Offenheit, die den Schatten über dem Sport beseitigt, notfalls eine Korrektur. Man darf nicht vergessen, dass Gerechtigkeit nicht nur auf dem Spielfeld, sondern auch in der Rhetorik beginnt."
Nachrichtenquelle: 12punto
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