Wird die Liga nach dem Wettskandal unterbrochen? Murat Ağırel klärt auf
Der Wettskandal im türkischen Fußball rückte in den Fokus, nachdem bekannt wurde, dass 371 von 571 aktiven Schiedsrichtern Wettkonten besitzen und 152 von ihnen aktiv gewettet haben. Der türkische Fußballverband (TFF) hat jedoch beschlossen, die Ligen nicht zu unterbrechen.
Der Präsident des türkischen Fußballverbandes, İbrahim Hacıosmanoğlu, gab in einer Pressekonferenz bekannt, dass Schiedsrichter in den Profiligen gewettet haben. Diese Erklärung löste im türkischen Fußball einen Schock aus. Nach dem Wettskandal stellte sich die Frage, welchen Weg der TFF einschlagen würde.
Dass die Spiele in den Ligen nun unter Verdacht stehen, führte dazu, dass unter den Beteiligten des Fußballs die Forderungen nach einer Unterbrechung der Ligen und der Suspendierung der Schiedsrichter zunahmen. Der Journalist Murat Ağırel erklärte jedoch, dass der TFF die Ligen nicht unterbrechen werde.
In seinem Artikel in der Zeitung Cumhuriyet teilte Ağırel Informationen mit, die er aus Gesprächen mit TFF-Vertretern gewonnen hatte. Er erklärte, dass der Verband sich von den 152 Schiedsrichtern, die gewettet haben, trennen werde und diese nicht mehr bei Spielen zum Einsatz kommen würden. Zudem wurde bei Gesprächen mit dem Vorsitzenden des Zentralen Schiedsrichterausschusses (MHK) mitgeteilt, dass der Prozess mit dem bestehenden Schiedsrichterpool fortgesetzt werde. Es wurde auch berichtet, dass die Namen der Schiedsrichter, die im Disziplinarverfahren identifiziert wurden, bekannt gegeben werden sollen.
Murat Ağırel gab unter Berufung auf Quellen aus dem MHK an, dass die für Pokalspiele angesetzten Schiedsrichter bereits ausgetauscht würden und dass die im Dossier enthaltenen Feststellungen nicht nur auf illegale Wetten beschränkt seien. Es kamen auch Vorwürfe auf, dass einige Kommentatoren in die Schiedsrichteransetzungen eingegriffen hätten und MHK-Vertreter Kontakt zu den Cheftrainern der Vereine aufgenommen hätten.
Beispielsweise trat der Süper-Lig-Schiedsrichter Ali Tuna, der gleichzeitig Mitarbeiter der Generaldirektion für Sicherheit ist, im August als Schiedsrichter zurück. In seiner Beschwerdeschrift gab er an, dass ein MHK-Mitglied und Regionalverantwortlicher von ihm verlangt habe, herauszufinden, in welchen Hotels seine Freundin übernachte, und dass er nicht mehr für Spiele angesetzt wurde, weil er diese Forderung ablehnte. Solche Vorwürfe haben das Ausmaß des Skandals noch weiter vergrößert.
Nachrichtenquelle: 12punto
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