Tierfossilien aus der Zeit vor 9 Millionen Jahren in Denizli entdeckt
Bei Ausgrabungen im Bezirk Tavas in Denizli wurden Tierfossilien entdeckt, die auf ein Alter von 9 Millionen Jahren geschätzt werden.
Bei den Ausgrabungen, die unter der Koordination des Ministeriums für Kultur und Tourismus und unter der Leitung der Museumsverwaltung von Denizli durchgeführt wurden, konnten neben Fossilien von Elefanten, Nashörnern, Ameisenbären, Giraffen, Pferden, Antilopen und Gazellen auch eine Art aus der Familie der Katzenartigen, Stachelschweine sowie Vogelfossilien identifiziert werden.

Doz. Dr. Ahmet İhsan Aytek, Dozent am Fachbereich Anthropologie der Fakultät für Natur- und Geisteswissenschaften der Burdur Mehmet Akif Ersoy Universität, erklärte, dass sie bei Oberflächenuntersuchungen in Denizli ein „wirbeltierfossilreiches Gesteinsgebiet“ entdeckt hätten. In seiner Stellungnahme sagte er: „Dieses Jahr haben wir eine Art aus der Familie der Katzenartigen, Stachelschweine und Vogelfossilien gefunden. Unsere ersten Beobachtungen bei der Art aus der Familie der Katzenartigen deuten darauf hin, dass es sich um einen Säbelzahntiger handeln könnte, aber wir werden dies durch detaillierte Untersuchungen klassifizieren.“ Aytek fuhr wie folgt fort:
„Unser Stachelschwein ist eine in Anatolien sehr selten vorkommende Art. In diesem Sinne haben wir ein bedeutendes Fossil gewonnen. Dass wir einen fast vollständig erhaltenen Schädel und Kieferknochen gefunden haben, ist in Anatolien möglicherweise ein einzigartiges Beispiel. Aufgrund ihrer physischen Struktur sind Vogelknochen sehr zerbrechlich, weshalb ihre Fossilisierung sehr schwierig ist.
In Anatolien gibt es im Zeitraum von etwa 7 bis 9 Millionen Jahren nur an einem einzigen Ort Vogelknochen. Unser Fund wäre der zweite. Zudem sehen wir, dass wir zwei verschiedene Vogelarten haben, was in Anatolien ein Novum darstellt. Diese Details zeigen, wie gut die Fossilien in unserem Gebiet erhalten geblieben sind.“

Aytek betonte, dass sie nicht nur neue Fossilien gefunden hätten, sondern auch auf die Fortsetzung der Funde aus dem letzten Jahr gestoßen seien, und merkte an, dass sie das Alter der Fossilien durch chemische und geologische Untersuchungen bestimmen würden.
Aytek betonte, dass sie in dem Gebiet, in dem sie arbeiteten, viele Fossilienfundstellen identifiziert hätten und in Zukunft auch dort Ausgrabungen durchführen würden.

Doz. Dr. Aytek wies darauf hin, dass die Ausgrabungen auch Hinweise auf die Migrationsbewegungen der Tiere liefern würden und sagte: „Dieser Ort ist für die türkische Paläontologie von Bedeutung. Andererseits haben wir ein Projekt mit der Eberhard Karls Universität Tübingen, einer der besten Universitäten Deutschlands, vorbereitet. Wir werden auch mit ihnen zusammenarbeiten.“
Nachrichtenquelle: 12punto
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