Was getan werden muss, um Kinder vor den Gefahren der digitalen Welt zu schützen
Mit dem Ende des Schuljahres und dem Beginn der Sommerferien werden Kinder und Jugendliche einen Großteil ihrer Zeit zu Hause damit verbringen, mit Tablets, Computern oder Smartphones zu spielen. Ein Unternehmen für digitale Sicherheit hat die Risiken aufgelistet, denen Kinder in der digitalen Welt begegnen können, und sieben Empfehlungen zum Schutz vor diesen Gefahren ausgesprochen.
Schadsoftware wie Viren, Trojaner und Würmer gehören zu den häufigsten Online-Risiken. Kinder stoßen meist auf diese Programme, wenn sie auf gefälschten Spieleseiten landen, die speziell für sie erstellt wurden.
Mit Schadsoftware infizierte Spielversionen finden sich häufig auf Drittanbieter-Downloadseiten, in Foren oder manchmal sogar auf dem Markt für kostenlose Spiele bei Google Play.
Eltern können den Zugriff ihrer Kinder auf gefährliche Websites und Anwendungen durch den Einsatz lizenzierter und aktueller Sicherheitssoftware verhindern.
Profitieren auf Kosten der Kinder
- Durch das Sammeln kleiner Informationsfragmente kann es zu Identitätsdiebstahl kommen, der die Familie finanziell schädigen kann. Eltern sollten ihre Kinder davor warnen, sensible Informationen preiszugeben. Zudem sollten Online-Banking und Einkaufsvorgänge von Erwachsenen durchgeführt werden.
Phishing-Angriffe
- Cyber-Angreifer können verlockende Angebote für den Verkauf von Waren unterbreiten. Tatsächlich gibt es jedoch nichts zu verkaufen, sondern sie versuchen lediglich, Informationen über Sie zu erlangen. Auf ähnliche Weise können sie gefälschte Nachrichten versenden, um Identitäts- und Passwortdaten von Nutzern sozialer Netzwerke abzufragen; dies ist ein häufiges Beispiel für Cyber-Betrug.
Cybermobbing
- Kinder werden oft von Gleichaltrigen im digitalen Raum bedroht oder gedemütigt, was bei ihnen zu emotionalen Traumata führen kann. Kinder sollten wissen, dass sie solche Situationen nicht durch Vergeltungsmaßnahmen bewältigen können, sondern indem sie die Unterstützung ihrer Eltern und der Behörden suchen.
Unerwünschte Nachrichten
- Dass unerwünschte E-Mails (Spam) im Posteingang landen, ist nichts Neues; doch die auf diesem Weg verbreiteten Erpressungstrojaner (Ransomware) sind sehr verbreitet. Unerwünschte E-Mails können auch das Gerät Ihres Kindes erreichen, das möglicherweise nicht weiß, wie es mit einer solchen Situation umgehen soll.
WAS ELTERN TUN MÜSSEN, UM IHRE KINDER VOR DER DIGITALEN WELT ZU SCHÜTZEN
1) Bleiben Sie nicht außen vor, werden Sie ein Teil davon: Lassen Sie Ihr Kind in der digitalen Welt nicht allein. Sie sollten wissen, welche sozialen Medien es nutzt. Fügen Sie sich als Elternteil auf diesen Seiten als Freund oder Follower Ihres Kindes hinzu. Auf diese Weise können Sie genau verfolgen, mit wem Ihre Kinder auf solchen Seiten befreundet sind und was sie teilen.
2) Klären Sie Ihre Kinder über die Bedeutung der Privatsphäre im Internet auf: Viele Kinder kennen sich mit sozialen Medien wie Facebook besser aus als ihre Eltern. Sie wissen jedoch möglicherweise nicht, was sie nicht teilen sollten. Warnen Sie Ihre Kinder daher davor, private und persönliche Informationen wie Telefonnummern, Privatadressen oder Passwörter preiszugeben.
3) Erinnern Sie daran, dass im Internet geteilte Informationen nicht verschwinden: Gehen Sie nicht davon aus, dass Ihre Daten automatisch gelöscht werden, wenn Sie ein Foto löschen oder sogar Ihr gesamtes Konto schließen. Bilder oder persönliche Informationen könnten bereits auf dem Computer einer anderen Person gespeichert worden sein. Kinder und ihre Familien sollten zweimal darüber nachdenken, welche Bilder und Informationen sie ins Internet stellen.
4) Überprüfen Sie gelegentlich den Browserverlauf: Wenn der Verlauf gelöscht wurde, ist es an der Zeit, ein Gespräch mit Ihrem Kind zu führen.
5) Vergessen Sie nicht, dass Smartphones auch Computer sind: Bedenken Sie, dass die Mobiltelefone, die Sie für Ihre Kinder kaufen oder ihnen zur Nutzung überlassen, nicht nur zum Spielen dienen. Versäumen Sie es nicht, für Smartphones die gleichen Sicherheitsvorkehrungen zu treffen wie für Computer oder andere mobile Geräte.
6) Verwenden Sie aktuelle Sicherheitssoftware: Weltweit sind täglich Millionen von Schadprogrammen im virtuellen Raum unterwegs, die versuchen, zunächst an Ihre Informationen und dann an Ihre finanziellen Ressourcen zu gelangen. Ohne professionelle digitale Schutzmaßnahmen ist es heute nicht mehr möglich, damit fertig zu werden.
7) Nutzen Sie Kindersicherungssoftware: Familien- oder Kindersicherungssoftware kann Schutzfilter verwenden, die je nach Alter eingestellt werden können, und den Zugriff auf unangemessene Websites und Anwendungen blockieren. Die Anwendung ESET Parental Control bietet Eltern hierfür eine leistungsstarke Option.
Nachrichtenquelle: 12punto
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