Beeindruckende Details im AFAD-Bericht zu Sındırgı! Nach dem Erdbeben wurde eine Bodenverschiebung von 17 cm festgestellt
Die Katastrophenschutzbehörde AFAD hat einen Bericht veröffentlicht, der die Auswirkungen des Erdbebens der Stärke 6,1, das sich am 10. August im Landkreis Sındırgı in Balıkesir ereignete, sowie die strukturellen Schäden in der Region detailliert beschreibt.
Die Katastrophenschutzbehörde (AFAD) hat den Bericht veröffentlicht, den sie nach dem Erdbeben der Stärke 6,1 erstellt hat, das sich am 10. August im Landkreis Sındırgı in Balıkesir ereignete. In dem Bericht wurde angegeben, dass die Intensität des Bebens in den Siedlungen, die dem Epizentrum am nächsten liegen, mit 8 gemessen wurde und eine vertikale Deformation zwischen 15 und 17 cm in der Region festgestellt wurde.
Dem Bericht zufolge kam bei dem Erdbeben eine Person ums Leben, während in Balıkesir und Manisa insgesamt 1036 unabhängige Einheiten in 729 Gebäuden schwer beschädigt wurden oder einstürzten. Diese Situation hat die Mängel der Türkei bei der Vorbereitung auf Erdbeben erneut verdeutlicht.
DIE TEKTONISCHE STRUKTUR DER REGION
Die AFAD betonte, dass die Region, in der sich das Erdbeben ereignete, innerhalb des Ägäischen Grabensystems liegt und tektonisch aktiv ist. Es wurde darauf hingewiesen, dass seit 1900 in der Region 1464 Erdbeben mit einer Stärke von 4,0 oder mehr registriert wurden, wobei das stärkste eine Magnitude von 7,2 aufwies. Zudem liegen Aufzeichnungen über 253 historische Erdbeben aus der Zeit vor 1900 vor.
Laut der Intensitätskarte, die mit dem System zur Schätzung von Erdbebenschäden und -verlusten (AFAD-RED) erstellt wurde, wurde die Intensität in der dem Epizentrum am nächsten gelegenen Siedlung mit 8 berechnet. Es wurde erklärt, dass zwischen dem Sındırgı-Segment am westlichen Ende der Simav-Verwerfungszone sowie den Gelenbe- und Düvertepe-Verwerfungszonen vertikale Deformationen in Nordwest-Südost-Richtung aufgetreten sind.
STRUKTURELLE SCHÄDEN UND URSACHEN
Im Bericht wurde festgestellt, dass die beim Sındırgı-Erdbeben beobachteten strukturellen Schäden Ähnlichkeiten mit den Schäden bei früheren Erdbeben aufweisen. Faktoren wie die Verwendung von glattem Bewehrungsstahl, eine unzureichende Anzahl von Bügelbewehrungen, das Fehlen einer ordnungsgemäßen Biegung der Bewehrungsenden, die Schwäche der Stützen-Träger-Verbindungen sowie die Korrosion einiger Bewehrungen wurden als Hauptursachen für die Schäden genannt. Darüber hinaus wurde betont, dass das Alter und die mangelnde Instandhaltung der Gebäude in der Region sowie Risse und Ablösungen, die im Laufe der Zeit an den tragenden Elementen auftraten, den Gebäudebestand negativ beeinflusst haben.
Nachrichtenquelle: 12punto
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