Schutzwälder werden für Bergbauaktivitäten geöffnet: Genehmigungen nehmen zu
Ein neuer Verordnungsentwurf ebnet den Weg für Gold- und andere metallische Bergbauprojekte sowie Kohle-, Erdöl- und Erdgasvorhaben in Schutzwäldern, während Steinbrüche und Kiesgruben von dieser Regelung ausgenommen bleiben.
Ein neuer Verordnungsentwurf bereitet den Boden dafür, Bergbauaktivitäten in Schutzwäldern zu genehmigen. Diese Änderung ebnet den Weg für alle metallischen Bergbauprojekte, insbesondere Gold, sowie für Kohle-, Erdöl- und Erdgasvorhaben, während sie gleichzeitig Einschränkungen für den Betrieb von Steinbrüchen und Kiesgruben vorsieht.
EINE NEUE QUELLE DER ZERSTÖRUNG FÜR OLIVENHAINE UND DIE NATÜRLICHE UMWELT
Die Zerstörung der natürlichen Umwelt, die mit der Verlegung von Olivenhainen, dem Besatzungsgesetz und Änderungen an Nationalparks begann, gewinnt nun durch diese neue Regelung für Schutzwälder weiter an Fahrt. Insbesondere nach Schutzgebieten und Nationalparks sollen nun auch die Schutzwälder der Nutzung durch Bergbauunternehmen zur Verfügung gestellt werden.
WAS SIND SCHUTZWÄLDER?
Schutzwälder sind Gebiete, deren primäre Funktion der Schutz ist und die im Rahmen der Artikel 23 und 24 des Forstgesetzes Nr. 6831 geschaffen wurden, um Gefahren wie Erosion, Lawinen, Überschwemmungen, Hochwasser und Erdrutsche zu verhindern. Gleichzeitig verfolgen sie das Ziel, Wasserressourcen, Boden und Tierwelt zu schützen.
GENEHMIGUNGEN FÜR AKTIVITÄTEN DURCH NEUEN VERORDNUNGSENTWURF
Dem neuen Entwurf zufolge werden, obwohl einige Aktivitäten wie Steinbrüche und Kiesgruben weiterhin verboten bleiben, Projekte für metallische Erze, Steinkohle, Braunkohle, Erdöl und Erdgas nach Prüfung durch die Generaldirektion genehmigt werden können. Mit der Änderung der Verordnung wird der Weg für Genehmigungen von Aktivitäten in verschiedenen Gruppen des Bergbaugesetzes frei gemacht.
SCHUTZWALDFLÄCHEN IN DER TÜRKEI
Von den insgesamt 23 Millionen Hektar Waldfläche in der Türkei befinden sich etwa 248 Tausend Hektar im Status eines Schutzwaldes. Stand 2020 gibt es in der gesamten Türkei 54 verschiedene Gebiete mit einer Gesamtfläche von 247 Tausend 707 Hektar an Schutzwäldern. Diese Wälder werden zu Schutzzwecken ausgewiesen und dienen weniger der Produktion als vielmehr der Absicherung gegen Umweltrisiken.
Nachrichtenquelle: 12punto
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