„Wettlauf des Verrats“ am Kaz-Gebirge: Kanadier weg, Einheimische übernehmen! Zerstörung in Kirazlı beginnt von Neuem
Die Bergbau-Debatte am Kaz-Gebirge ist erneut entflammt. Nachdem sich Alamos Gold zurückgezogen hat, haben nun Berichte über den Beginn von Arbeiten durch TÜMAD Madencilik den Zorn von Umweltorganisationen auf sich gezogen.
Das Kaz-Gebirge, eines der wichtigsten Sauerstoffreservoirs der Türkei, sieht sich trotz jahrelanger Umweltkämpfe einer neuen Welle der Besetzung gegenüber. Die Region, die nach dem Entzug der Lizenz des kanadischen Unternehmens Alamos Gold tief durchatmen konnte, ist nun von TÜMAD Madencilik, einer Tochtergesellschaft der Nurol Holding, umzingelt. Im Rahmen des neuen Prozesses, der durch „einheimisches und nationales“ Kapital vorangetrieben wird, sind die Baumaschinen wieder im Einsatz.
WEITERMACHEN OHNE UVP-BERICHT?
Das Gelände, das Alamos Gold nach der Nichtverlängerung seiner Lizenz räumte, wurde durch eine umstrittene Entscheidung an TÜMAD Madencilik übergeben. Der Punkt, auf den Umweltschützer und Juristen am meisten hinweisen, ist der Vorwurf der Rechtswidrigkeit: Es wird behauptet, dass die Arbeiten begonnen wurden, ohne ein neues Verfahren zur Umweltverträglichkeitsprüfung (UVP) einzuleiten und ohne die lokale Bevölkerung zu konsultieren, obwohl der alte UVP-Bericht des Projekts für ungültig erklärt worden war.

DAS ERBE EINER ÖKOLOGISCHEN ZERSTÖRUNG: 400 TAUSEND GEFÄLLTE BÄUME
Die Region war durch das Baumsterben während der Ära von Alamos Gold in Erinnerung geblieben. Während man im Gebiet Kirazlı, wo etwa 400.000 Bäume gefällt wurden und die Integrität des Waldes vollständig zerstört wurde, darauf hoffte, dass die Natur ihre Wunden selbst heilen würde, hat die Rückkehr der Baumaschinen die Umweltaktivisten auf die Barrikaden gebracht. Naturschützer, die die Ereignisse als eine „Ära der Plünderung“ bezeichnen, erklären:
„Das ausländische Kapital ist zwar gegangen, aber die Mentalität hat sich nicht geändert. Während das Waldökosystem am Rande einer irreversiblen Zerstörung steht, ist die Wiederaufnahme von Bergbauaktivitäten in einem Gebiet, das eigentlich saniert werden müsste, eine Mitschuld am Massaker an der Natur.“
REGIERUNG SCHWEIGT ZU PROTESTEN, WIDERSTAND IST ENTSCHLOSSEN
Gegenüber den lebenswichtigen Warnungen, dass die Zerstörung des Ökosystems im Kaz-Gebirge, die Bedrohung der Grundwasserressourcen durch Zyanid und das Aussterben der Tierwelt zunehmen, herrscht auf Seiten der Regierung Schweigen.
Während die Staubwolken über Kirazlı die Sorgen um die Zukunft des Kaz-Gebirges verstärken, stellt die Öffentlichkeit die Frage: Ändert sich das Ergebnis, wenn die Natur durch einheimisches oder ausländisches Kapital zerstört wird?
Nachrichtenquelle: 12punto
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