24-stündiger 'wirtschaftlicher Blackout' der US-Bürger gegen Trump: Einen Tag lang kein Geld ausgeben
Im Rahmen einer von der People's Union USA initiierten 24-stündigen 'wirtschaftlichen Blackout'-Aktion haben US-Bürger ihre Ausgaben bei großen Unternehmen eingestellt. Der Boykott umfasst auch Proteste gegen Einzelhandelsriesen wie Walmart, Amazon und Target.
12punto AUSLANDSREDAKTION
Die in den USA tätige Basisorganisation People's Union USA hat die Bürger dazu aufgerufen, 24 Stunden lang kein Geld auszugeben. Die Aktion unter dem Namen 'wirtschaftlicher Blackout' soll gegen die negativen Auswirkungen großer Unternehmen und politischer Parteien auf die Arbeitnehmer protestieren. Der Boykott, der am Donnerstagabend begann, soll 24 Stunden andauern.
Die People's Union USA forderte die Verbraucher in einer Erklärung über soziale Medien dazu auf, in diesem Zeitraum keine Einkäufe bei großen Einzelhandelsketten und Online-Plattformen zu tätigen. Auch der Konsum von Fast Food und das Tanken sind Teil des Boykotts. Es wurde empfohlen, für dringende Bedürfnisse lokale Unternehmen zu bevorzugen und die Nutzung von Kreditkarten einzuschränken.
Die Organisation plant für den 28. März einen einwöchigen Boykott gegen große Unternehmen wie Walmart, Amazon, Nestle und General Mills. Im Rahmen der Aktion gegen Amazon wurde dazu aufgerufen, nicht in Whole-Foods-Filialen einzukaufen.

REAKTIONEN AUF DIE LADENGESCHÄFTE
Auch Boykotte gegen Target-Filialen stehen auf der Tagesordnung. Die Entscheidung des Unternehmens, seine Initiativen für Vielfalt, Gleichberechtigung und Inklusion (DEI) zurückzuziehen, hat für Empörung gesorgt. Die Arbeitnehmerrechtsgruppe 'We Are Somebody' startete am 1. Februar anlässlich des Black History Month einen Boykott gegen Target.
Laut einem Bericht der Associated Press (AP) hat der in Atlanta tätige Pastor Rev. Jamal Bryant einen 40-tägigen Target-Boykott organisiert, der am 5. März beginnt. Bryant erklärte, dass dieser Zeitraum mit der Fastenzeit (Lent) zusammenfalle, einer für Christen wichtigen Phase. Auch andere religiöse Führungspersönlichkeiten unterstützen diesen Boykott.
Der Gründer der Bürgerrechtsorganisation National Action Network, Reverend Al Sharpton, kündigte an, einen 90-tägigen Boykott gegen Unternehmen zu planen, die ihre DEI-Verpflichtungen aufgeben. Sharpton äußerte: 'Donald Trump mag zwar föderale DEI-Programme streichen können, aber er kann uns nicht vorschreiben, in welchem Supermarkt wir einkaufen.'

WIE WERDEN SICH DIE BOYROTTE AUF DIE USA AUSWIRKEN?
Es gibt unterschiedliche Ansichten über die Auswirkungen wirtschaftlicher Boykotte. Während einige Experten darauf hinweisen, dass eine Änderung der Konsumgewohnheiten Druck auf Unternehmen ausüben könnte, argumentieren andere, dass kurzfristige Aktionen keine dauerhafte Wirkung hätten.
Der Gründer der People's Union USA, John Schwarz, sagte, das Ziel des Boykotts sei es, große Unternehmen zu einer Änderung ihrer Politik zu zwingen. Schwarz betonte: 'Diese Aktion ist eine Gelegenheit für gewöhnliche Menschen, ihrer Stimme Gehör zu verschaffen.'
Wie effektiv die Boykotte sein werden, hängt von der Reichweite und Dauer der Teilnahme ab. Dennoch zeichnen sich solche Aktionen als eine Methode ab, mit der Verbraucher ihre wirtschaftliche Macht nutzen, um Veränderungen einzufordern.
Nachrichtenquelle: 12punto
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