Ägypten entzieht 16 Unternehmen die Lizenz für illegale Hadsch-Organisationen
Die ägyptische Regierung hat die Lizenzen von 16 Reisebüros entzogen, die die Hadsch-Quote Saudi-Arabiens umgangen und Pilgeranwärter mit Touristenvisa nach Mekka gebracht haben. Die ägyptischen Behörden haben die Tourismusunternehmen wegen der Ermöglichung nicht registrierter Hadsch-Besuche an die Staatsanwaltschaft überstellt.
Ägypten hat nach dem Tod von mindestens 600 seiner Bürger während der Hadsch die Betriebslizenzen von 16 Tourismusunternehmen entzogen. Die ägyptischen Behörden haben die betreffenden Tourismusunternehmen wegen der Ermöglichung nicht registrierter Hadsch-Besuche an die Staatsanwaltschaft überstellt.
Während ägyptische Behörden angaben, dass während der diesjährigen Hadsch-Wallfahrt nach Mekka mindestens 600 Ägypter ums Leben kamen, teilte Premierminister Mostafa Madbouly mit, dass 31 Todesfälle auf chronische Krankheiten zurückzuführen seien. Aufgrund dieser Entwicklungen entzog Ägypten 16 Tourismusunternehmen die Betriebslizenz und erstattete Strafanzeige bei der Staatsanwaltschaft.
NICHT REGISTRIERTE PILGERVISA
Am Freitag gab Jordanien bekannt, dass es die Manager von Reisebüros festgenommen habe, die Pilgeranwärter illegal nach Mekka gebracht hatten.
Der tunesische Präsident Kais Saied entließ den Minister für religiöse Angelegenheiten, nachdem die Nachricht vom Tod von 49 Tunesiern eingegangen war, von denen die meisten nicht registrierte Pilgeranwärter waren.
Es wurde berichtet, dass die Hälfte der Verstorbenen Personen waren, die nicht registrierte Hadsch-Visa erhalten hatten. Da sie daher nicht von klimatisierten Zelten und Busangeboten profitieren konnten, seien die Pilgeranwärter erkrankt, was bei vielen zum Tod geführt habe.
Das saudische Gesundheitsministerium hatte zuvor mitgeteilt, dass es die Pilgeranwärter davor gewarnt habe, sich zu lange in der Sonne aufzuhalten und Dehydrierung zu vermeiden. Pilgeranwärter, die extremer Hitze ausgesetzt waren und Schwierigkeiten hatten, Wasser zu finden, erlitten während der Hadsch Schwächeanfälle.
Der saudische Gesundheitsminister Fahad bin Abdurrahman Al-Jalajel erklärte, dass die für das Wohlergehen der Pilger bereitgestellten Ressourcen ausreichend seien. In einer Erklärung der saudischen Regierung hieß es, dass die Gesamtkapazität dieser Ressourcen 189 Krankenhäuser und Gesundheitszentren mit mehr als 6.500 Betten sowie mobile Kliniken und über 40.000 medizinisches, technisches und administratives Personal sowie Freiwillige umfasse.
Die Pilgeranwärter hingegen äußerten, dass sie oft gezwungen waren, bei extremer Hitze lange Strecken zu Fuß zurückzulegen, und führten dies auf unzureichende Dienstleistungen der Regierung zurück.
Nachrichtenquelle: 12punto
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