Angriff eines israelischen Soldaten auf eine Jesus-Statue im Libanon löst Empörung aus
Aufnahmen, die zeigen, wie ein israelischer Soldat im Südlibanon eine Jesus-Statue mit einem Hammer zerstört, haben international für Empörung gesorgt. Die israelische Armee teilte mit, dass eine Untersuchung eingeleitet wurde und entsprechende Schritte unternommen werden.
Die Aufnahmen des Vorfalls, der sich in einer Stadt im Südlibanon mit hohem christlichen Bevölkerungsanteil ereignete, verbreiteten sich in kürzester Zeit in den sozialen Medien. Nach der Veröffentlichung wiesen viele Nutzer auf ähnliche Angriffe hin, bei denen die israelische Armee sowohl in Palästina als auch im Libanon heilige Stätten von Christen ins Visier genommen habe.
In dem am Tatort aufgenommenen Video ist zu sehen, wie der Soldat mehrfach mit einem Hammer auf den Kopf der Statue einschlägt, die sich auf einem Platz befindet. Der Angriff löste bei den Bewohnern der Region sowie bei den Zuschauern im Internet Entsetzen aus.
Die israelische Armee bestätigte in einer Stellungnahme, dass ein in der Stadt Deir Siryan im Südlibanon stationierter Soldat die Jesus-Statue beschädigt habe. Die Armee betonte, dass ein solches Verhalten nicht mit der militärischen Ethik vereinbar sei, und erklärte, dass die Verantwortlichen bestraft würden und man sich bemühen werde, die lokale Gemeinschaft zu unterstützen und die zerstörte Statue zu reparieren.

ANTWORT DER EINHEITEN AUF ANGRIFFSVORWÜRFE
Militärvertreter erklärten, dass sich die Militäroperationen in der Region gegen die Infrastruktur der Hisbollah richteten und keine absichtliche Beschädigung ziviler oder religiöser Einrichtungen beabsichtigt sei. Andererseits räumten israelische Militärvertreter ein, dass die israelische Armee in verschiedenen libanesischen Dörfern systematische Zerstörungen durchführe. Quellen, die gegenüber der Zeitung Haaretz sprachen, sagten, dass Häuser, öffentliche Gebäude und Schulen entlang der Grenzlinie ins Visier genommen würden.
Aktuelle Aufnahmen aus der Region zeigen, wie Häuser zerstört werden und Soldaten in die Wohnbereiche von Zivilisten eindringen und Sachschäden verursachen. Experten weisen darauf hin, dass die Geschehnisse an die Militäroperationen im Gazastreifen erinnern, jedoch in ihrem Umfang vergleichsweise begrenzter seien.
SPANNUNGEN NACH DER AUFREGUNG UM DEN WAFFENSTILLSTAND
Der Angriff des israelischen Soldaten auf die Jesus-Statue ereignete sich kurz nach der Ankündigung eines zehntägigen Waffenstillstands zwischen Israel und der Hisbollah durch den designierten US-Präsidenten Donald Trump. Der israelische Premierminister Benjamin Netanjahu erklärte hingegen, dass die israelische Militärpräsenz in den verstärkten Sicherheitszonen im Südlibanon bestehen bleiben werde.
Dieser Vorfall wird als Indikator dafür gewertet, dass die Spannungen in der Region nicht abgeklungen sind und Angriffe auf religiöse Symbole weiterhin tiefe Wunden bei der Bevölkerung vor Ort hinterlassen.
Nachrichtenquelle: 12punto
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