Anstieg der Kriminalitätsraten in Deutschland
In Deutschland sind die Kriminalitätsraten im Jahr 2023 im Vergleich zum Vorjahr um 5,5 Prozent gestiegen. In Deutschland wurden 2019 insgesamt 5 Millionen 436 Tausend, 2021 5 Millionen 48 Tausend und 2022 5 Millionen 628 Tausend Straftaten registriert.
Bundesinnenministerin Nancy Faeser, der Vorsitzende der Innenministerkonferenz und Innenminister des Landes Brandenburg Michael Stübgen sowie der Präsident des Bundeskriminalamtes (BKA) Holger Münch haben in Berlin den Polizeilichen Kriminalstatistik-Bericht für das Jahr 2023 der Öffentlichkeit vorgestellt.
Ministerin Faeser erklärte, dass im Jahr 2023 bundesweit insgesamt 5 Millionen 940 Tausend Straftaten registriert wurden, was einem Anstieg von 5,5 Prozent gegenüber dem Vorjahr entspreche.
Faeser teilte mit, dass die Zahl der Gewaltdelikte im Jahr 2023 im Vergleich zum Vorjahr um 8,6 Prozent auf 214 Tausend 99 Fälle gestiegen sei und betonte, dass dieser Wert den höchsten Stand der letzten 15 Jahre darstelle.
'ABSCHIEBUNGSREGELN MÜSSEN DURCHGESETZT WERDEN'
Faeser wies darauf hin, dass ein Anstieg bei Gewaltdelikten, Straftaten durch Jugendliche sowie Straftaten durch Ausländer zu verzeichnen sei, und äußerte sich wie folgt:
"Es ist mir wichtig, dass der Rechtsstaat hart gegen Gewalt vorgeht. Hier gilt Null Toleranz. Konkret bedeutet das: schnelle Verfahren und spürbare Strafen. Ausländische Straftäter müssen Deutschland deutlich schneller verlassen. Die von uns geschaffenen strengen Abschieberegeln müssen jetzt auch angewendet werden."
Faeser gab zudem bekannt, dass die Zahl der im Dienst angegriffenen Polizeibeamten im vergangenen Jahr bei 106 Tausend lag, was einem Anstieg von 10 Prozent gegenüber 2022 entspreche, und betonte: "Diese Zahl ist erschütternd und wir verurteilen das. Dafür gibt es keinerlei Rechtfertigung."
Der Innenminister des Landes Brandenburg, Michael Stübgen, bezeichnete den Anstieg der Zahl ausländischer Tatverdächtiger als besorgniserregend, warnte jedoch davor, dies zu einer Pauschalverdächtigung führen zu lassen.
'POLITIK MUSS REAGIEREN'
Stübgen erklärte: "Millionen Ausländer leben hier und begehen keine Straftaten. Wenn Migration jedoch zu einer Abnahme der Sicherheit führt, muss die Politik darauf reagieren. Straftäter, die das Land verlassen müssen, sollten konsequenter abgeschoben werden und die Grenzen der Aufnahmekapazitäten müssen anerkannt werden. Integration ist der beste Weg zur Bekämpfung von Migrantenkriminalität, und dies kann nur gelingen, wenn die Zahl der Neuankömmlinge uns nicht überfordert."
Stübgen wies darauf hin, dass die zunehmende Verrohung der Gesellschaft auch im Online-Bereich sichtbar sei: "Cybermobbing ist ein wachsendes Phänomen. Die Opfer sehen sich in der Anonymität und Reichweite des Internets einer Vielzahl von Angreifern ausgeliefert. Dies hat in allen Lebensbereichen schwerwiegende Folgen."
In Deutschland wurden 2019 insgesamt 5 Millionen 436 Tausend, 2021 5 Millionen 48 Tausend und 2022 5 Millionen 628 Tausend Straftaten registriert.
Nachrichtenquelle: 12punto
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