Araktschi vergleicht USA mit Vietnam: Die Realität sieht anders aus
Der iranische Außenminister Abbas Araktschi verglich die Äußerungen der USA gegenüber dem Iran mit der Zeit des Vietnamkriegs und sagte: „Die US-Regierung sagt das eine, aber die Realität ist etwas anderes. Eine andere Ära, aber dieselbe Rhetorik: ‚Wir gewinnen‘.“
Der iranische Außenminister Abbas Araktschi kritisierte die Äußerungen der USA gegenüber dem Iran, indem er sie mit der Zeit des Vietnamkriegs verglich. In einem Beitrag auf seinem Social-Media-Konto erklärte Araktschi: „Die Amerikaner haben nicht vergessen, wie General William Westmoreland in das Land zurückkehrte und behauptete, der Krieg laufe gut und die USA würden gewinnen, während in Vietnam Hunderte Soldaten ihr Leben verloren und der Ausgang des Krieges offensichtlich war.“
Araktschi betonte, dass die US-Regierung Erklärungen abgebe, die nicht mit den Tatsachen vor Ort übereinstimmten, und fügte hinzu: „Die Medien haben auch nicht vergessen, dass diese Briefings von der Front, die nicht der Wahrheit entsprachen, als ‚Five O’Clock Follies‘ (Fünf-Uhr-Unsinn) einen schlechten Ruf erlangten. Heute sehen wir dasselbe Szenario, nur auf einer anderen Bühne. (US-Verteidigungsminister Pete) Hegseth tritt ans Rednerpult und die vermittelte Botschaft ist immer noch von der Realität entkoppelt. Die US-Regierung sagt das eine, aber die Realität ist etwas anderes.“
Araktschi kritisierte die Äußerungen der USA zur militärischen Kapazität des Iran und sagte: „In dem Moment, in dem US-Beamte behaupten, die iranische Luftverteidigung sei zerstört worden, wird ein Kampfflugzeug vom Typ F-35 abgeschossen. Während verkündet wird, die iranische Marine sei außer Gefecht gesetzt, kehrt der Flugzeugträger USS Gerald R. Ford um, und der Flugzeugträger USS Abraham Lincoln zieht sich noch weiter zurück.“
Araktschi ergänzte seine Kritik an den USA mit den Worten: „Eine andere Ära, aber dieselbe Rhetorik: ‚Wir gewinnen‘.“
Die „Five O’Clock Follies“ im Vietnamkrieg
Während des Vietnamkriegs hielten US-Militärvertreter regelmäßig Pressekonferenzen in Ho-Chi-Minh-Stadt (während des Krieges Saigon) ab. Bei diesen Treffen, die meist um 17:00 Uhr US-Zeit stattfanden, wurden Informationen über den Verlauf des Krieges geteilt, wobei auffiel, dass die Erklärungen nicht mit den Realitäten vor Ort übereinstimmten.
Da Bilder von der Front und unabhängige Berichte diesen Erklärungen widersprachen, verloren die betreffenden Briefings bei Journalisten ihre Glaubwürdigkeit. Aus diesem Grund bezeichneten Pressevertreter diese Treffen spöttisch als „Five O’Clock Follies“.
Mit der Zeit wurde dieser Ausdruck zu einem symbolischen Begriff für offizielle Erklärungen in Kriegszeiten, die als realitätsfern angesehen werden.
Nachrichtenquelle: 12punto
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