Ausgabenkrise in der NATO: Spanien lehnt ab
Auf dem NATO-Gipfel in den Niederlanden wurde beschlossen, die Verteidigungsausgaben im Verhältnis zum Bruttoinlandsprodukt zu verdreifachen. Die Türkei hat das neue Budget in Höhe von 70 Milliarden Dollar gebilligt, während Spanien mit der Begründung widersprach, es könne die Ausgaben für Bildung und Gesundheit nicht gefährden. Von Trump kam eine offene Drohung in Richtung Madrid.
Auf dem NATO-Gipfel in Den Haag, der Hauptstadt der Niederlande, wurde eine historische Entscheidung zur Erhöhung der Verteidigungsausgaben im Verhältnis zum BIP getroffen. Das neue Ziel wurde so festgelegt, dass jedes Land sein Verteidigungsbudget auf 5 Prozent seines Bruttoinlandsprodukts anhebt. Diese Entscheidung kam auf Druck der USA und aufgrund der beharrlichen Forderungen von Präsident Donald Trump zustande.
TÜRKEI MACHT MIT 70 MILLIARDEN DOLLAR MIT
Auf dem Gipfel, an dem auch Präsident Recep Tayyip Erdoğan teilnahm, kündigte die Türkei an, dass sie sich dem neuen Ziel anpassen und ihr Verteidigungsbudget von derzeit 22 Milliarden Dollar auf 70 Milliarden Dollar erhöhen werde. Dieser Anstieg wird die Militärausgaben der Türkei nahezu verdreifachen. Diese Zusage aus Ankara stieß innerhalb des Bündnisses auf volle Unterstützung.
Die einzige Ausnahme auf dem Gipfel bildete jedoch Spanien. Ministerpräsident Pedro Sanchez erklärte, dass sein Land die Verteidigungsausgaben auf dem aktuellen Niveau von 2,1 Prozent belassen werde. „Dieser Satz ist für uns sowohl nachhaltig als auch das Richtige für unsere Gesellschaft“, sagte Sanchez und fügte hinzu, dass eine Erhöhung des Verteidigungsbudgets die soziale Sicherheit, Rentenzahlungen, Bildung und Gesundheitsdienste gefährden würde.
OFFENE DROHUNG VON TRUMP: WIR LASSEN SIE DAS DOPPELTE ZAHLEN
Diese Haltung Spaniens stieß bei US-Präsident Donald Trump auf scharfe Kritik. „Spanien zeigt eine sehr schlechte Haltung. Sie waren das einzige Land auf dem Gipfel, das sich widersetzt hat“, sagte Trump und fügte hinzu: „Wir werden das nicht vergessen. Wir lassen sie im Handel das Doppelte zahlen. Sie sollten sich zusammenreißen.“
Auch republikanische Kreise in den USA äußern sich ähnlich wie Trump und deuten an, dass wirtschaftliche Sanktionen gegen Spanien auf die Tagesordnung kommen könnten. Es wird darüber gesprochen, dass über diplomatische Sanktionen hinaus Druck in den Bereichen Handel und Investitionen ausgeübt werden könnte.
NATO-Generalsekretär Mark Rutte bezeichnete die Haltung Spaniens als „Ausnahmesituation“ und sagte: „Das allgemeine Ziel des Bündnisses ist klar. Dennoch müssen die spezifischen internen Dynamiken einiger Länder berücksichtigt werden.“
Nachrichtenquelle: 12punto
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