Auslieferung von Assange an die USA ausgesetzt
Im Verfahren um die Auslieferung des in Großbritannien inhaftierten WikiLeaks-Gründers Julian Assange an die USA hat der Londoner High Court entschieden, dass die USA Garantien dafür abgeben müssen, dass Assange nicht zum Tode verurteilt wird. Die Auslieferung wurde vorerst ausgesetzt.
Für den in Großbritannien inhaftierten WikiLeaks-Gründer Julian Assange, der zahlreiche geheime Dokumente über die von den USA im Irak und in Afghanistan begangenen Verbrechen veröffentlicht hatte, gab es vor dem Londoner High Court eine positive Nachricht.
In dem Verfahren um die Auslieferung von Assange an die USA entschied das Gericht, dass die USA Garantien dafür abgeben müssen, dass Assange nicht zum Tode verurteilt wird, und setzte die Auslieferung vorerst aus.
Das Gericht gab den US-Behörden bis zum 16. April Zeit, um die Zusicherung zu geben, dass Assange nicht zum Tode verurteilt wird.
Assanges Anwälte brachten während der Anhörung die Aussage des ehemaligen US-Präsidenten Donald Trump aus dem Jahr 2010 zur Sprache, in der er über den WikiLeaks-Gründer sagte: „Ich denke, es sollte so etwas wie die Todesstrafe geben.“
Die USA wollen den 52-jährigen Assange wegen der Veröffentlichung geheimer Dokumente in 18 Punkten anklagen, die alle unter das Spionagegesetz (Espionage Act) fallen.
Die nächste Anhörung im Verfahren um die Auslieferung von Assange an die USA findet am 20. Mai statt.
IM JAHR 2021 WAR DIE AUSLIEFERUNG AN DIE USA BESCHLOSSEN WORDEN
Die von Assange gegründete Website WikiLeaks hatte im Jahr 2010 Dokumente über die von den USA im Irak und in Afghanistan begangenen Verbrechen veröffentlicht.
Assange, dem die USA Spionage vorwerfen und dessen Auslieferung sie fordern, hatte 2012 Zuflucht in der ecuadorianischen Botschaft in London gesucht.
Nachdem er 2019 aus der Botschaft geholt und in Gewahrsam genommen worden war, wurde Assange inhaftiert und ins Gefängnis geschickt, weil er die Kautionsauflagen nicht erfüllt hatte. Während der High Court 2021 entschied, dass Assange an die USA ausgeliefert werden könne, legten seine Anwälte 2022 Berufung gegen das Urteil ein.
Nachrichtenquelle: İHA
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