Bei dem Versuch, Mammuts zurückzubringen, wurde eine neue Mäuseart gezüchtet: Das nächste Ziel der Experimente sind Asiatische Elefanten
Colossal Biosciences hat im Rahmen eines Projekts zur Wiederbelebung des Wollhaarmammuts eine behaarte Maus gezüchtet. Das Unternehmen veränderte Gene in Mausembryonen, um ein Nagetier mit langem und dichtem Fell zu erhalten.
Das Biotechnologieunternehmen Colossal Biosciences hat im Rahmen seines Projekts zur Wiederbelebung des ausgestorbenen Wollhaarmammuts eine behaarte Maus entwickelt. In dem 2021 gestarteten Projekt verfolgt das Unternehmen das Ziel, die genetischen Merkmale des Wollhaarmammuts auf Asiatische Elefanten zu übertragen. Bei Experimenten an Mäusen gelang es Colossal Biosciences, die Fellstruktur und die Kälteresistenz des Wollhaarmammuts nachzuahmen.
Der CEO von Colossal Biosciences, Ben Lamm, erklärte, dass die Bemühungen des Unternehmens, ausgestorbene Arten zurückzubringen, nebenbei auch einen Beitrag zum Artenschutz leisten würden. Das Unternehmen veränderte sieben Gene in Mausembryonen und züchtete so eine Maus mit langem, dichtem und wolligem Fell. Diese Maus wurde als 'riesige Wollmaus' bezeichnet.

Quelle: Colossal Biosciences
Wie Skynews berichtet, ist für die nächste Phase des Projekts geplant, die Genetik Asiatischer Elefanten zu verändern, um ihnen Merkmale des Wollhaarmammuts zu verleihen. Einige Wissenschaftler argumentieren jedoch, dass diese Arbeiten eher eine Veränderung bestehender Arten bedeuten, als ein echtes Wollhaarmammut zurückzubringen.
Der Wildtierexperte Christopher Preston von der University of Montana bezweifelt den Erfolg des Projekts und äußerte sich wie folgt:
'Das Fellmuster eines Asiatischen Elefanten zu verändern oder ihm die Anpassung an Kälte zu erleichtern, bedeutet nicht, das Wollhaarmammut zurückzubringen. Es ist lediglich eine Veränderung einer bereits existierenden Art.'
Die leitende Wissenschaftlerin von Colossal Biosciences, Beth Shapiro, erklärte, dass die genetischen Veränderungen an den Mäusen die Kälteresistenzmerkmale des Wollhaarmammuts nachahmen. Shapiro sagte: 'Diese genetischen Variationen existieren bereits bei einigen Mäusen. Wir haben sie lediglich alle in einer einzigen Maus zusammengeführt.'

FORSCHUNG NOCH NICHT BESTÄTIGT
Das Unternehmen testete den Prozess an Mäusen, um zu prüfen, ob er funktioniert, bevor es zu den Asiatischen Elefanten übergeht. Die erzielten Ergebnisse wurden jedoch noch nicht in einer wissenschaftlichen Fachzeitschrift veröffentlicht und wurden bisher nicht von unabhängigen Forschern bestätigt.
Der Biologe Vincent Lynch von der University at Buffalo bezeichnete die Arbeit als einen technologisch bedeutenden Schritt und kommentierte: 'Dieser Erfolg ist ziemlich beeindruckend.'
Neben dem Mammutprojekt hat Colossal Biosciences auch das Ziel, den ausgestorbenen Dodo wiederzubeleben. Das Unternehmen behauptet, dass diese Arbeiten einen Beitrag zum Erhalt der biologischen Vielfalt leisten werden.
Nachrichtenquelle: 12punto
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