Dänemark verbietet das Verbrennen des Korans
Mit einer Abstimmung im dänischen Parlament wurde ein Gesetz verabschiedet, das das Verbrennen des Korans und anderer heiliger Schriften unter Strafe stellt; es wurde mit 94 zu 77 Stimmen angenommen.
In Dänemark wurde ein Gesetzentwurf verabschiedet, der das Verbrennen heiliger Schriften sowie Angriffe auf diese Bücher für illegal erklärt.
Gesetzentwurf angenommen
Bei der Abstimmung im dänischen Parlament stimmten 94 Abgeordnete für den Entwurf, während 77 Abgeordnete mit Nein votierten.
Nach dem mit Mehrheit angenommenen Gesetz wird das Verbrennen des Korans und anderer heiliger Schriften im Land sowie Angriffe auf diese Bücher und unangemessenes Verhalten, das religiöse Werte zum Ziel hat, verboten.
Bis zu 2 Jahre Haft
Wer gegen das Gesetz verstößt, muss mit einer Geldstrafe oder einer Freiheitsstrafe von bis zu zwei Jahren rechnen.
Damit das Gesetz in Kraft treten kann, ist die Unterschrift der dänischen Königin Margrethe II. erforderlich. Während die Angriffe auf den Koran in Schweden und Dänemark in letzter Zeit zugenommen haben, stößt die Genehmigung dieser Provokationen auf heftige Kritik.
Der dänische rechtsextreme Politiker und Vorsitzende der Partei Stram Kurs, Rasmus Paludan, hatte während der Osterfeiertage 2022 in den schwedischen Städten Malmö, Norrköping, Jönköping sowie in der Hauptstadt Stockholm Provokationen durch das Verbrennen des Korans fortgesetzt.
Paludan hatte am 21. Januar vor der türkischen Botschaft in Stockholm und am 27. Januar vor der türkischen Botschaft in Kopenhagen den Koran verbrannt.
Auch der aus dem Irak stammende Salwan Momika hatte am 28. Juni, dem ersten Tag des Opferfestes, vor der Stockholmer Moschee unter Polizeischutz den Koran verbrannt.
Momika hatte am 20. Juli vor der irakischen Botschaft in Stockholm und am 31. Juli vor dem schwedischen Parlament unter Polizeischutz den Koran und die irakische Flagge mit Füßen getreten.
Momika, der seine Angriffe intensivierte, hatte am 25., 26., 27. und 29. August unter Polizeischutz an verschiedenen Orten in Stockholm weiterhin den Koran verbrannt.
Die aus dem Iran stammende Bahrami Marjan hatte am 3. August am Strand von Angbybadet in Stockholm unter Polizeischutz den Koran verbrannt.
Nachrichtenquelle: 12punto
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