Demokraten distanzieren sich von Joe Bidens Kandidatur
Einem Bericht der New York Times zufolge, der sich auf Vertreter der Demokratischen Partei stützt, sind viele Demokraten der Ansicht, dass Biden aufgrund von Bedenken hinsichtlich seines Alters und seiner Wiederwahlchancen von der Präsidentschaftskandidatur zurücktreten sollte.
Die New York Times, eine der führenden Nachrichtenorganisationen der USA, berichtete, dass bei einem Treffen der Mitglieder des Repräsentantenhauses der Demokratischen Partei die Auffassung geäußert wurde, dass US-Präsident Joe Biden "aus dem Präsidentschaftswahlkampf aussteigen sollte".
Quellen, die gegenüber der Zeitung sprachen und anonym bleiben wollten, gaben an, dass bei dem gestrigen Online-Treffen unter den Demokraten "Bedenken hinsichtlich Bidens Alter und seiner Chancen auf eine Wiederwahl" erörtert wurden.
Die bei dem Treffen anwesenden Quellen merkten an, dass bei der von dem demokratischen Kongressabgeordneten Hakeem Jeffries organisierten Sitzung eine "weit verbreitete Meinung" darüber herrschte, dass die Partei ihren Präsidentschaftskandidaten austauschen müsse, um "das Weiße Haus zu halten und die Mehrheit im Kongress zu sichern".
Die Quellen berichteten, dass zu denjenigen, die sich dafür aussprachen, dass Biden "definitiv aus dem Präsidentschaftswahlkampf aussteigen sollte", auch hochrangige Demokraten gehörten, die verschiedene Ausschüsse im US-Repräsentantenhaus leiten, während einige Kongressabgeordnete ihre Unterstützung für Biden zum Ausdruck brachten.
Demokratische Vertreter erklärten, dass selbst unter denjenigen, die Biden weiterhin unterstützen, die Ansicht vorherrsche, dass "der Präsident mehr Anstrengungen unternehmen müsse, um das Rennen zu gewinnen". Zudem wurde darauf hingewiesen, dass bereits die Einberufung des Treffens durch Jeffries ein Zeichen für die "Panikstimmung" innerhalb der Partei sei.
ERSTE LIVE-DEBATTE HATTE ZU KRITIK GEFÜHRT
Der demokratische US-Präsident Joe Biden und sein republikanischer Herausforderer Donald Trump, die bei den Präsidentschaftswahlen am 5. November gegeneinander antreten, waren in der Nacht zum 27. Juni in der ersten Live-Debatte auf CNN aufeinandergetroffen.
Der 81-jährige Biden konnte bei seiner Kandidatur für eine zweite Amtszeit keine Leistung erbringen, die die Sorgen um sein Alter hätte zerstreuen können, und sah sich nach der Sendung heftiger Kritik ausgesetzt. Aus den Reihen der Demokratischen Partei und von einigen Biden unterstützenden Medien wurde der Ruf laut, dass Biden "von der Präsidentschaftswahl zurücktreten" solle.
Biden räumte ein, dass sein Gesundheitszustand nicht mehr derselbe sei wie früher, erklärte jedoch, dass er weiterhin die beste Alternative gegenüber Trump sei und nicht aus dem Rennen aussteigen werde.
Der demokratische Abgeordnete des US-Repräsentantenhauses, Lloyd Doggett, hatte am 2. Juli als erster Kongressabgeordneter der Demokratischen Partei Biden öffentlich dazu aufgefordert, "aus dem Präsidentschaftswahlkampf auszusteigen".
Nachrichtenquelle: 12punto
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