Deutsche Journalisten setzen sich für Kollegen in Gaza ein: Aufruf zum „Schutz der Journalisten“
Angesichts der Tatsache, dass Israel im laufenden Krieg in Gaza bisher 140 Journalisten getötet hat, regt sich Widerstand unter deutschen Journalisten. Rund 90 Medienschaffende haben in einer Erklärung an die internationale Öffentlichkeit appelliert, Journalisten zu schützen.
In Deutschland haben rund 90 Journalisten dazu aufgerufen, ihre Kollegen in Palästina zu schützen und internationalen Medienvertretern den Zugang zum Gazastreifen zu ermöglichen.
Die Journalisten, die die Website „Schützt die Journalisten in Gaza“ ins Leben gerufen haben, veröffentlichten eine schriftliche Erklärung. Darin wird angedeutet, dass Israel Journalisten gezielt töte, und es wird gefordert, die Journalisten in Palästina zu schützen sowie internationalen Medienvertretern den Zugang nach Gaza zu gewähren.
In der Erklärung wird unterstrichen, dass die Verlautbarungen der Konfliktparteien in der Berichterstattung nicht unkritisch übernommen werden sollten. Stattdessen sei es unerlässlich, für eine Vielfalt an Quellen zu sorgen und auf Augenhöhe mit palästinensischen Journalisten zusammenzuarbeiten.
Bei den israelischen Angriffen wurden bisher 140 Medienmitarbeiter getötet.
In der Erklärung wird darauf hingewiesen, dass die Lage für Journalisten in Gaza gefährlicher sei als in jedem anderen Teil der Welt und dass bisher 140 Medienmitarbeiter bei israelischen Angriffen getötet wurden.
Die Angriffe auf Pressevertreter stellten Kriegsverbrechen dar, heißt es in der Erklärung weiter, in der es zudem heißt: „Dennoch tötet die israelische Armee unsere Kollegen, die durch die Aufschriften auf ihren Westen und Helmen eindeutig als Pressevertreter erkennbar sind.“
In der Erklärung wurde zudem festgehalten, dass noch nie zuvor ein Kriegsgebiet so lange für Berichterstatter gesperrt war wie der Gazastreifen.
Die Erklärung enthält zudem einen Appell an die Mainstream-Medien, in ihrer Berichterstattung maßvoll zu sein. Dabei wird kritisiert, dass deutsche Medienhäuser eine pro-israelische Berichterstattung betreiben und sich einseitig auf Informationen israelischer Behörden verlassen würden.
Nachrichtenquelle: AA
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