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Deutscher Bundestag lehnt Lieferung von Taurus-Marschflugkörpern ab: Schlechte Nachrichten für die Ukraine

Der Deutsche Bundestag hat den Antrag auf Lieferung von Taurus-Marschflugkörpern an die Ukraine abgelehnt.

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Deutscher Bundestag lehnt Lieferung von Taurus-Marschflugkörpern ab: Schlechte Nachrichten für die Ukraine

Im Deutschen Bundestag wurde der von der oppositionellen Unionsfraktion (CDU/CSU) eingebrachte Antrag zur Lieferung von Taurus-Marschflugkörpern an die Ukraine abgelehnt.

Der Antrag erhielt bei 190 Ja-Stimmen 495 Nein-Stimmen und wurde somit vom Parlament nicht angenommen. Bei der Abstimmung gab es 5 Enthaltungen.

Ein ähnlicher Antrag der CDU/CSU war bereits am 22. Februar abgelehnt worden. Damit wurde der zweite Antrag der CDU/CSU im Bundestag zur Bereitstellung von Taurus-Marschflugkörpern für die Ukraine nicht angenommen.

Der stellvertretende Vorsitzende der CDU/CSU-Bundestagsfraktion, Johann Wadephul, kritisierte in einer Rede vor der Abstimmung die Weigerung von Bundeskanzler Olaf Scholz, Taurus-Marschflugkörper an die Ukraine zu liefern, und sagte: "Es braucht Entschlossenheit und Klarheit, um die Ukraine zu unterstützen."

Wadephul argumentierte, dass die Ukraine mit allen verfügbaren Mitteln, einschließlich der Lieferung von Taurus-Marschflugkörpern mit großer Reichweite, unterstützt werden müsse, damit sie den Krieg gewinnen könne.

REGIERUNGSPARTEIEN WERFEN CDU 'SPIELCHEN' VOR

Die stellvertretende Vorsitzende der Grünen-Bundestagsfraktion, Agnieszka Brugger, erklärte, dass sie zwar eine sofortige Lieferung von Taurus-Marschflugkörpern an die Ukraine befürworte, die Fraktion jedoch den Antrag der CDU/CSU nicht unterstütze.

Brugger betonte, dass die Ukraine dringend Munition sowie weitreichende Waffen wie Taurus benötige und fügte hinzu: "Wir müssen die Ukraine mit allen Mitteln unterstützen, damit sie den Krieg gewinnen kann. Natürlich werden dabei alle Risiken sorgfältig abgewogen."

Der Abgeordnete der FDP, dem kleineren Koalitionspartner, Alexander Müller, erklärte ebenfalls, dass die Ukraine als Partei mit allem unterstützt werden müsse, was Deutschland liefern könne, einschließlich Taurus-Marschflugkörpern.

Müller erinnerte daran, dass der Bundestag bereits zuvor einen Antrag angenommen habe, der die Bereitstellung 'weiterer umfassender Waffensysteme' für die Ukraine forderte, und betonte, dass Taurus-Marschflugkörper in diesen Rahmen fallen könnten.

Müller warf der CDU/CSU vor, mit den entsprechenden Anträgen "Spielchen" zu treiben; die Opposition habe zwar die Möglichkeit dazu, aber als Regierungsparteien werde man den Antrag nicht unterstützen.

Die Abgeordneten der SPD, dem größeren Koalitionspartner, äußerten sich ebenfalls im Parlament und unterstützten die Haltung von Scholz, dass keine Taurus-Marschflugkörper an die Ukraine geliefert werden sollten; sie bezeichneten das Vorgehen des Bundeskanzlers als besonnen und verantwortungsbewusst.

Bundeskanzler Olaf Scholz hatte gestern im Bundestag auf Fragen der Abgeordneten geantwortet und sich erneut gegen die Forderungen ausgesprochen, Taurus-Marschflugkörper mit einer Reichweite von 500 Kilometern an die Ukraine zu liefern.

Scholz argumentierte, er trage die Verantwortung dafür, eine Beteiligung Deutschlands an diesem Krieg zu verhindern, genau wie alle anderen Staats- und Regierungschefs in Europa und der NATO, die seine Ansicht teilten.


Nachrichtenquelle: AA

Deutschland Taurus Ukraine