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Die ältere Bevölkerung in Europa wächst rasant

Einem veröffentlichten Bericht zufolge wird die Gesamtbevölkerung in den Ländern der Europäischen Union ab 2029 zu schrumpfen beginnen, während der Anteil der älteren Bevölkerung in den kommenden Jahren steigen wird.

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Die ältere Bevölkerung in Europa wächst rasant

Der jüngste Bericht zur Demografie in der Europäischen Union weist auf tiefgreifende Veränderungen in der Altersstruktur der Union hin. Die EU-Bevölkerung, die 1960 noch 354,5 Millionen Menschen umfasste, wird Anfang 2025 450,6 Millionen erreichen, jedoch nach einem Höchststand von 453,3 Millionen im Jahr 2029 zu sinken beginnen. Prognosen zufolge wird die EU-Bevölkerung im Jahr 2050 bei etwa 445 Millionen liegen und bis zum Jahr 2100 auf 398,8 Millionen zurückgehen. Damit wird bis 2100 eine Gemeinschaft erwartet, die 11,7 Prozent unter dem heutigen Niveau liegt.

Es wird darauf hingewiesen, dass die natürliche Wachstumsrate sinkt, während die Migration die Bevölkerungszahl ausgleicht. Die Differenz zwischen Geburten und Sterbefällen ist seit 2012 negativ, und das gesamte Bevölkerungswachstum der letzten Jahre beruht weitgehend auf Zuwanderung.

Das Durchschnittsalter in Europa ist in den letzten Jahren rapide gestiegen. Während für 2025 ein Medianalter von 44,9 Jahren erwartet wird, ist Irland mit einem Medianalter von 39,6 Jahren das Land mit der jüngsten Bevölkerung, während Italien mit 49,1 Jahren das älteste Land sein wird. Experten betonen, dass sich der Alterungstrend in den kommenden Jahren weiter beschleunigen wird. Prognosen zeigen, dass das Medianalter bis 2100 auf 51,5 Jahre steigen wird.

Auch für die Bevölkerung über 65 Jahre in der Union wird ein drastischer Anstieg prognostiziert. Diese Altersgruppe, die derzeit etwa ein Fünftel der Gesellschaft ausmacht, wird bis 2050 voraussichtlich fast ein Drittel der Gesamtbevölkerung erreichen. Zudem könnte der Anteil der über 80-Jährigen bis zum Jahr 2100 auf über 15 Prozent steigen.

Während im Jahr 2025 auf 100 erwerbsfähige Personen 34 ältere Menschen kommen, wird diese Zahl bis 2050 die 50er-Marke und bis 2100 die 60er-Marke überschreiten. Experten weisen darauf hin, dass dieses Szenario einen erheblichen Druck auf die Sozialversicherungs- und Gesundheitssysteme in Europa ausüben wird.

Auch die Lebenserwartung steigt weiter an. Die für 2024 berechnete durchschnittliche Lebenserwartung bei der Geburt wurde mit 81,5 Jahren gemessen. Die Lebenserwartung, die bei Frauen durchschnittlich 84,1 Jahre und bei Männern 78,9 Jahre beträgt, wird bis 2100 voraussichtlich bei Frauen die 90-Jahre-Marke und bei Männern die 86-Jahre-Marke überschreiten.


Nachrichtenquelle: 12punto