Diplomatische Note Polens an Russland
Das polnische Außenministerium hat Russland eine diplomatische Note übermittelt, nachdem eine russische Drohne in einem Maisfeld im Dorf Osiny im Südosten des Landes abgestürzt war.
Polen hat bei der russischen Botschaft in Warschau eine Protestnote eingereicht, nachdem gestern eine russische Drohne in einem Maisfeld im Dorf Osiny in der Region Lublin, 100 Kilometer von der ukrainischen Grenze entfernt, abgestürzt war.
Der Sprecher des polnischen Außenministeriums, Pawel Wronski, erklärte, man habe in der Note darauf hingewiesen, dass Russland seine Verpflichtungen zur Achtung der polnischen Souveränität, das Abkommen über Zusammenarbeit und Freundschaft von 1992 sowie zahlreiche gewohnheitsrechtliche Normen verletzt habe. Nach Ansicht des polnischen Außenministeriums handele es sich bei diesem Vorfall um eine bewusste Provokation.
„Dies ist ein Element des hybriden Krieges, eine äußerst unfreundliche Handlung gegenüber Polen und europäischen Ländern. Wir verurteilen jede Art von Handlung, die eine Bedrohung für die Zivilbevölkerung, die Infrastruktur und die Sicherheit des Luftverkehrs darstellt“, sagte Wronski und fügte hinzu, dass man von Russland eine Erklärung zu dem Vorfall sowie die Einstellung solcher provokativen Handlungen fordere.
Der stellvertretende polnische Ministerpräsident und Verteidigungsminister Wladyslaw Kosiniak-Kamysz hatte gestern auf einer Pressekonferenz mitgeteilt, dass es sich bei dem im Dorf Osiny explodierten Fremdkörper um eine russische Version der im Iran hergestellten Shahed-Drohne handele.
Der stellvertretende Befehlshaber des polnischen Einsatzführungskommandos, Dariusz Malinowski, erklärte, dass es sich bei der Drohne um eine Täuschdrohne ohne Sprengkopf, jedoch mit einem Selbstzerstörungsmechanismus handele. Er fügte hinzu, dass die Drohne nur sehr schwer zu entdecken sei und wahrscheinlich sehr tief geflogen sei, um nicht von Radarsystemen erfasst zu werden.
Nachrichtenquelle: İHA
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