Durchsuchungen in zwei polnischen Städten wegen „pro-russischer Spionageaktivitäten“
Die polnischen Sicherheitsbehörden haben mitgeteilt, dass „pro-russische Spionageaktivitäten“ aufgedeckt wurden und in diesem Zusammenhang Durchsuchungen in der Hauptstadt Warschau sowie in der Stadt Tychy durchgeführt wurden.
Der polnische Inlandsgeheimdienst (ABW) gab eine schriftliche Erklärung zu den betreffenden Aktivitäten ab.
In der Erklärung wurde darauf hingewiesen, dass man in Abstimmung mit Partnern in Tschechien und einigen europäischen Institutionen gehandelt habe. Es hieß: „Infolgedessen wurden Aktivitäten dokumentiert, die darauf abzielten, pro-russische Initiativen und Medienkampagnen in EU-Ländern zu organisieren.“
Es wurde betont, dass diese Aktivitäten darauf abzielten, Polens Position auf der internationalen Bühne zu schwächen sowie die Ukraine und die Organe der EU zu diskreditieren. Zudem wurde hervorgehoben, dass mit diesem Vorhaben das Ziel verfolgt wurde, „die außenpolitischen Annahmen des Kremls umzusetzen“.
In der Erklärung wurde angegeben, dass zu diesem Zweck eine Nachrichtenseite namens „Voice of Europe“ (Avrupa'nın Sesi) eingerichtet wurde, auf der „pro-russische“ Artikel, Erklärungen, Kommentare und Interviews veröffentlicht wurden.
Des Weiteren hieß es in der Erklärung: „Eine Person, die unter polnischen und europäischen Parlamentariern platziert wurde, führte Aufgaben aus, die Propaganda- und Desinformationsaktivitäten beinhalteten und von Mitarbeitern des russischen Geheimdienstes beauftragt und finanziert wurden. Ihr Ziel war es, russische Einflusszonen in Europa aufzubauen.“
Nach der Aufdeckung der „Spionageaktivitäten“ seien Durchsuchungen in Warschau und Tychy durchgeführt worden; weitere Details wurden zu dem Thema nicht genannt.
TSCHECHIEN HATTE DIE AUFDECKUNG EINES „PROPAGANDANETZWERKS“ BEKANNT GEGEBEN
Der tschechische Sicherheitsinformationsdienst (BIS) hatte gestern die Aufdeckung eines in Prag ansässigen und von Russland finanzierten „Propagandanetzwerks“ bekannt gegeben.
Der tschechische Ministerpräsident Petr Fiala hatte erklärt, dass der tschechische Geheimdienst festgestellt habe, dass die von Russland finanzierte und in Prag ansässige Nachrichtenseite „Voice of Europe“ „schwerwiegende Aktivitäten gegen die Sicherheit der Europäischen Union (EU) und seines Landes“ ausgeübt habe.
Ministerpräsident Fiala hatte darauf hingewiesen, dass die Nachrichtenseite Inhalte produzierte, die darauf abzielten, die EU davon abzubringen, die ukrainische Armee im Kampf gegen Russland zu unterstützen.
Aufgrund dieser Entwicklungen kündigte Fiala an, dass neben der Nachrichtenseite „Voice of Europe“ auch der russische Politiker und Geschäftsmann Viktor Medwedtschuk sowie der Politiker und Medienproduzent Artjom Martschewski auf die Sanktionsliste gesetzt wurden.
Nachrichtenquelle: AA
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