Ehemaliger pakistanischer Außenminister Qureshi erneut in Gewahrsam
Laut einem Bericht der Zeitung Dawn wurden auf dem X-Account der Pakistan Tehreek-e-Insaf (PTI) Aufnahmen von Qureshis Festnahme geteilt und eine Stellungnahme zu dem Vorfall veröffentlicht.
In der Erklärung wurde mitgeteilt, dass Qureshi vor dem Adiala-Gefängnis in der Stadt Rawalpindi, aus dem er am 22. Dezember gegen Kaution entlassen worden war, erneut festgenommen wurde.
Der ehemalige Außenminister und derzeitige stellvertretende Vorsitzende der Pakistan Tehreek-e-Insaf (PTI), Qureshi, erklärte während seiner Festnahme, die Polizei mache sich über die Entscheidung des Obersten Gerichtshofs "lustig" und sagte: "Sie nehmen mich erneut aufgrund eines fingierten Falls fest."
Qureshi, der auf den Aufnahmen zu sehen ist, wie er gewaltsam abgeführt wird, sagte: "Ich habe die Nation vertreten, ich bin unschuldig und werde ohne jeden Grund aus politischer Rache ins Visier genommen."
Dem Bericht zufolge war Qureshis Familie gestern zum Adiala-Gefängnis gekommen, um die Kautionssumme zu hinterlegen, doch es wurde entschieden, den ehemaligen Außenminister für 15 Tage in Haft zu nehmen, um zu verhindern, dass er "in einer Weise handelt, die der öffentlichen Sicherheit oder der Aufrechterhaltung der öffentlichen Ordnung schadet".
Polizeibehörden haben sich bisher nicht zu der Festnahme geäußert.
ART DER FESTNAHME VERURTEILT
In einer Erklärung der PTI wurde die Art und Weise der Festnahme von Qureshi "aufs Schärfste" verurteilt.
In der Erklärung hieß es: "Die beschämende Festnahme von Shah Mahmood Qureshi nach seiner Freilassung gegen Kaution durch den Obersten Gerichtshof ist ein Schlag ins Gesicht der Justiz und des Rechtssystems."
Auch Präsident Arif Alvi betonte in einer Stellungnahme zu dem Vorfall, dass die "würdelose Behandlung" eines ehemaligen Außenministers die Aufmerksamkeit der Behörden auf sich ziehen müsse.
AM 22. DEZEMBER FREIGELASSEN
Der ehemalige Premierminister Imran Khan war am 5. August nach einem Haftbefehl des Gerichts im Rahmen eines Korruptionsverfahrens von der Polizei festgenommen und ins Gefängnis gebracht worden.
Die gegen Khan im Rahmen des Korruptionsverfahrens verhängte dreijährige Haftstrafe wurde am 29. August ausgesetzt und die Freilassung des ehemaligen Premierministers gegen Kaution angeordnet; jedoch verlängerte Richter Abul Hasnat Zulqarnain am 30. August auf Antrag der Staatsanwaltschaft die Haftdauer von Khan, dem die "Preisgabe von Staatsgeheimnissen" vorgeworfen wird.
Der ehemalige Außenminister Qureshi war aus ähnlichen Gründen am 19. August in seinem Haus in Islamabad festgenommen und ins Gefängnis gebracht worden.
Die Bundesermittlungsbehörde (FIA) hatte gegen den ehemaligen Premierminister Khan und seine Helfer ein Verfahren wegen Verstoßes gegen das Gesetz über Staatsgeheimnisse eingeleitet.
Die PTI hatte im vergangenen Monat beim Obersten Gerichtshof die Freilassung von Khan und Qureshi gegen Kaution beantragt.
Der Oberste Gerichtshof entschied am 22. Dezember, dass der ehemalige Premierminister Khan und Qureshi gegen Kaution freigelassen werden sollen, und forderte von jedem die Vorlage einer Bürgschaft in Höhe von 1 Million Pakistanischen Rupien.
Nachrichtenquelle: AA
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