Erklärung des israelischen Außenministers zur Türkei: 'Wir wollen keine Konfrontation'
Der israelische Außenminister Gideon Saar äußerte sich zu aktuellen Themen. In Bezug auf die Möglichkeit einer Konfrontation zwischen der Türkei und Israel in Syrien erklärte Saar, dass man ein solches Szenario vermeiden wolle. Saar betonte, dass Israel weder in Syrien noch an irgendeinem anderen Ort eine Konfrontation mit der Türkei anstrebe.
Bei einer gemeinsamen Pressekonferenz in Westjerusalem mit der Hohen Vertreterin der Europäischen Union (EU) für Außen- und Sicherheitspolitik, Kaja Kallas, die Israel besuchte, betonte Saar, dass man keine Konfrontation mit der Türkei wünsche. Saar äußerte sich auch zur Möglichkeit eines Friedens im Gazastreifen und stellte die Bedingung, dass für ein Ende des Krieges alle Geiseln freigelassen werden und die Hamas die Waffen niederlegen müsse.
Saar merkte an, dass Israel den Waffenstillstandsvorschlag des Sondergesandten von US-Präsident Donald Trump für den Nahen Osten, Steve Witkoff, für den Gazastreifen akzeptiert habe, behauptete jedoch, dass die Hamas das Abkommen nicht angenommen habe. Saar behauptete, dass ''der Krieg morgen enden könnte, wenn die israelischen Geiseln im Gazastreifen freigelassen, der Gazastreifen entmilitarisiert und die bewaffneten Elemente der Hamas und des Islamischen Dschihad von dort abgezogen würden''.
Saar bezeichnete die EU als wichtigsten Handelspartner Israels und erklärte, man teile ''gemeinsame Werte, Interessen und teilweise eine schmerzhafte gemeinsame Geschichte'', auch wenn es gelegentlich Meinungsverschiedenheiten gebe. Saar betonte, dass Israel ein strategischer Gewinn für die EU sei, und behauptete, dass ''der Krieg, den sie in der Region gegen den Iran, die Huthi, die Hamas und die Hisbollah führen, für die westliche Zivilisation geführt wird''.

US-Präsident Donald Trump hat erklärt, dass sein Land 'alle Entscheidungen' unterstützen werde, die Israel in Bezug auf den Gazastreifen treffe. Trump drohte der Hamas damit, die 'Hölle über sie hereinbrechen zu lassen', falls sie die Geiseln nicht freilasse.
ISRAEL HAT HUMANITÄRE HILFE FÜR DEN GAZASTREIFEN BLOCKIERT
Saar äußerte sich auch dazu, dass Israel den Zugang humanitärer Hilfe in den Gazastreifen blockiert. Saar erklärte, dass die Hamas aus humanitärer Hilfe Vorteile ziehe und sein Land daher im Einklang mit dem Völkerrecht handele. Saar sagte, dass Israel bei der Verteilung der Hilfe im Gazastreifen nicht mit dem alten System fortfahren werde und dass man ein anderes System als in der Vergangenheit aufbauen werde. Details zu dem 'neuen System' nannte Saar nicht.
Auf die Frage nach dem Einfluss der Türkei in Syrien antwortete Saar: ''Wir wollen keine Konfrontation mit der Türkei in Syrien oder anderswo.''
Saar beantwortete auch eine Frage dazu, ob man mit den USA darüber gesprochen habe, dass Israel den Gazastreifen vollständig besetzt und die militärische Kontrolle übernimmt. Der Außenminister erklärte, dass dieses Thema von der Regierung noch nicht entschieden worden sei.
Nachrichtenquelle: AA
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