EU erzielt keine Einigung über 21. Sanktionspaket gegen Russland
Die Europäische Union (EU) konnte keine Einigung über das 21. Sanktionspaket gegen Russland erzielen.
Die Außenminister der EU-Mitgliedstaaten trafen sich unter dem Vorsitz der Hohen Vertreterin der EU für Außen- und Sicherheitspolitik, Kaja Kallas, in der belgischen Hauptstadt Brüssel. Während die Minister ein neues Sanktionspaket gegen Russland erörterten, konnten sie keine Einigung über das neue Maßnahmenpaket erzielen.
Kallas, die nach dem Treffen eine Pressekonferenz gab, äußerte ihr Bedauern darüber, dass keine Einigung über das neue, auf der Tagesordnung stehende Sanktionspaket gegen Russland erreicht werden konnte. Kallas sagte: „Ich bedauere, dass wir keine Einigung über das 21. Sanktionspaket erzielen konnten. 250 neue Punkte wurden der Sanktionsliste hinzugefügt. Wir versuchen, unseren Druck auf Russland zu erhöhen.
Der Krieg dauert jedoch seit 4 Jahren an, und die Auswirkungen auf die Mitgliedstaaten sind unterschiedlich. Das beste Ergebnis für alle Länder wäre die Erreichung eines Friedens. In den heutigen Gesprächen stand das Thema der Beendigung dieses Krieges stärker im Vordergrund. Wir versuchen, Russland dazu zu bewegen, den Krieg zu beenden. Um Russland an den Verhandlungstisch zu bringen, ist es notwendig, die Ukraine zu unterstützen. Die Ukraine ist in einer besseren Lage, Russland verliert den Krieg“, erklärte sie.
Auf die Frage, ob bis Mittwoch ein neues Sanktionspaket verabschiedet werden könne, antwortete Kallas: „Ich kann keine Garantien geben.“
Aufruf an die Mitgliedstaaten zur Unterstützung der Ukraine
Kallas rief die EU-Mitgliedstaaten dazu auf, der Ukraine mehr Hilfe zu leisten. Sie behauptete, dass Russland im kommenden Winter die Stromnetze der Ukraine angreifen werde, und sagte, dass bereits Budgets für Generatoren sowie Wartungs- und Reparaturkosten erstellt werden müssten. Kallas forderte Länder, die über solche Bestände verfügen, dazu auf, die Ukraine zu unterstützen. Kallas teilte zudem mit, dass Russland in letzter Zeit seine Cyberangriffe intensiviert habe und dass die EU und Großbritannien gemeinsam dagegen vorgehen würden.
Reaktion auf Olympia und Biennale
Kallas berichtete, dass die EU-Mitgliedstaaten auf die Teilnahme russischer Athleten an Sportveranstaltungen reagiert hätten: „Wir halten es nicht für richtig, dass russische Athleten vom Internationalen Olympischen Komitee zu Sportveranstaltungen eingeladen werden. Die EU-Kommission beendet ihr Sponsoring der Biennale in Venedig. Sport und Kultur dürfen kein Boden für die Normalisierung von Gewalt sein“, erklärte sie.
Palästina, Moldau und Armenien ebenfalls thematisiert
Die EU-Hohe Vertreterin Kallas erklärte, dass bei dem Treffen auch die Lage in Palästina erörtert wurde: „Ich habe die aktuelle Situation mit Premierminister Mustafa besprochen. Wir haben 900 Millionen Euro an Finanzmitteln bereitgestellt. Wir unterstützen die Zwei-Staaten-Lösung“, sagte sie.
Kallas fügte hinzu: „Über israelische Siedler wird debattiert; die EU-Kommission arbeitet daran, Handelssanktionen gegen sie zu verhängen. Dies ist keine Sanktion gegen Israel, sondern eine Haltung gegenüber Siedlern, die ein Problem für die Zwei-Staaten-Lösung darstellen.“
Kallas betonte zudem, dass Armenien im Hinblick auf die Konnektivität wichtig sei und dass Armenien Unterstützung gegen Cyberangriffe erhalten werde. Kallas gab außerdem bekannt, dass 120 Millionen Euro für die Luftverteidigung Moldaus bereitgestellt wurden.
Kallas wies auf die Spannungen im Nahen Osten hin und betonte, dass die Straße von Hormus offen bleiben müsse und der internationale Schiffsverkehr nicht negativ beeinträchtigt werden dürfe. Kallas, die kürzlich Bosnien und Herzegowina besuchte, teilte mit, dass sie die Minister der Mitgliedstaaten über ihren Besuch und ihre Beobachtungen vor Ort informiert habe.
Nachrichtenquelle: 12punto
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