EU verhängt Sanktionen gegen Irans Innenminister Momeni und 14 weitere Beamte
Der Rat der Europäischen Union (EU) hat bekannt gegeben, dass insgesamt 15 Amtsträger, darunter der iranische Innenminister Eskandar Momeni, auf die Sanktionsliste gesetzt wurden. Begründet wurde dies mit schweren Menschenrechtsverletzungen im Iran, dem gewaltsamen Vorgehen gegen Proteste im Land sowie der militärischen Unterstützung für den russischen Angriffskrieg gegen die Ukraine.
Der EU-Rat hat Sanktionen gegen mehrere iranische Amtsträger beschlossen. In einer schriftlichen Erklärung des Rates heißt es: "Der Rat hat beschlossen, restriktive Maßnahmen gegen den Iran aufgrund der im Land begangenen schweren Menschenrechtsverletzungen sowie der militärischen Unterstützung für den russischen Krieg gegen die Ukraine in Kraft zu setzen."
Innenminister Momeni und Justizvertreter im Visier der Sanktionen
In der Erklärung wurde mitgeteilt, dass 15 Personen sowie 6 Institutionen und Organisationen in die Sanktionsliste aufgenommen wurden. Den betroffenen Personen und Organisationen wird vorgeworfen, für die gewaltsame Niederschlagung friedlicher Proteste im Land sowie für den Einsatz von Gewalt, willkürliche Inhaftierungen und Einschüchterungsmethoden durch Sicherheitskräfte gegen Demonstranten verantwortlich zu sein. Zu den von der EU sanktionierten Personen zählen der iranische Innenminister Eskandar Momeni sowie Mitglieder der iranischen Justiz, darunter Generalstaatsanwalt Mohammad Movahedi Azad und der zuständige Richter Iman Afshari. Zudem seien hochrangige Vertreter der Sicherheitskräfte, einschließlich der Iranischen Revolutionsgarde und der Polizei, in die Sanktionsliste aufgenommen worden.
Sanktionierte Organisationen
Zu den sanktionierten Institutionen und Organisationen gehören die iranische Regulierungsbehörde für audiovisuelle Medien (SATRA), die Seraj Cyberspace Organization, die Arbeitsgruppe zur Identifizierung krimineller Inhalte (WGDICC) sowie verschiedene Softwareunternehmen. In der Erklärung heißt es dazu: "Diese Organisationen haben zu Zensurmaßnahmen, Troll-Kampagnen in sozialen Medien, der Verbreitung von Desinformation im Internet oder zur weit verbreiteten Störung des Internetzugangs durch die Entwicklung von Überwachungs- und Unterdrückungsinstrumenten beigetragen."
Darüber hinaus wurde darauf hingewiesen, dass die Zahl der im Rahmen der restriktiven Maßnahmen wegen Menschenrechtsverletzungen im Iran sanktionierten Akteure auf 247 Personen und 50 Organisationen gestiegen ist. Im Zuge dieser Maßnahmen werden die Vermögenswerte der betroffenen Personen und Organisationen eingefroren; zudem ist es ihnen untersagt, in die EU zu reisen oder Gelder bzw. wirtschaftliche Ressourcen zu erhalten. Des Weiteren wurde unterstrichen, dass "der Export von Ausrüstung in den Iran, die zur internen Unterdrückung der Bevölkerung verwendet werden kann, einschließlich Telekommunikationsüberwachungstechnik, verboten ist".
Nachrichtenquelle: 12punto
Meistgelesen
Das Schreiben nimmt kein Ende: Noch eine FETÖ-Erinnerung
Der Geist, der an der Leggings hängen blieb...
Abgeordneter, dem ein Wechsel zur AKP nachgesagt wird, beginnt Überzeugungstour
Die internen Debatten der CHP interessieren mich überhaupt nicht
Ümit Özdağ kommentiert neue Parteigründung
Junges Paar stirbt bei Absturz mit Geländewagen 15 Meter in die Tiefe
Strenge Kontrollen für Fahranfänger
Warnung vor dem Risiko von Haarausfall bei GLP-1-Medikamenten
Die Wahl des stellvertretenden Bürgermeisters, die die CHP gewonnen hatte, wird ab der dritten Runde wiederholt
Enver-Altaylı-Vorwurf in der Akte Yazıcıoğlu