Europäische Union stellt Bosnien Verhandlungstermin in Aussicht
Der EU-Kommissar für Erweiterung, Oliver Varhelyi, lobte die Fortschritte, die Bosnien und Herzegowina innerhalb eines Jahres erzielt hat, und erklärte, dass die Beitrittsverhandlungen im März 2024 beginnen könnten.
Varhelyi gab nach dem in Brüssel abgehaltenen hochrangigen politischen Dialogtreffen zwischen der EU und Bosnien und Herzegowina gemeinsam mit der Vorsitzenden des Ministerrates von Bosnien und Herzegowina, Borjana Kristo, eine Presseerklärung ab.
Varhelyi betonte, dass die Fortschritte, die Bosnien und Herzegowina im vergangenen Jahr erzielt habe, zeigten, dass die Entscheidung zur Verleihung des Kandidatenstatus richtig gewesen sei, und fügte hinzu: „Wir glauben, dass Bosnien und Herzegowina noch mehr und Besseres leisten kann.“
Varhelyi erklärte, er sehe in fast allen Bereichen schnelle Fortschritte bei den Reformen und sei erfreut darüber, dass die EU-Mitgliedschaft für alle Institutionen und politischen Parteien des Landes Priorität habe.
Varhelyi wies darauf hin, dass es im ganzen Land und in der Arbeitsweise aller Institutionen einen großen Wandel in der Herangehensweise gebe, und sagte: „Ich denke, wir alle sollten die engagierte Arbeit der Regierung anerkennen.“
Varhelyi äußerte die Einschätzung: „Wenn wir das nächste Mal ein Update zu den Entwicklungen in Bosnien und Herzegowina geben, sagen wir im März, könnte der Rat die Entscheidung treffen, die Beitrittsverhandlungen aufzunehmen.“
ERWARTET TERMIN BIS JAHRESENDE
Die Vorsitzende des Ministerrates von Bosnien und Herzegowina, Borjana Kristo, erklärte, sie sei mit einer Delegation, der zahlreiche Beamte aus ihrem Land angehörten, nach Brüssel gekommen. Dieses Interesse sei ein Zeichen für das absolute Bekenntnis Bosnien und Herzegowinas zum EU-Weg.
Kristo merkte an, dass sie davon überzeugt seien, alle Voraussetzungen für die Stärkung des Dialogs zwischen den Institutionen und politischen Führern ihres Landes erfüllen zu können, und sagte: „Wir erwarten, dass Bosnien und Herzegowina bis Ende des Jahres ein endgültiges Datum für die Aufnahme von Beitrittsverhandlungen mit der EU erhält.“
Kristo betonte, dass der Beitritt zur EU-Familie nur durch dauerhafte Stabilität und Wohlstand im Land, die Umsetzung von Reformen, ein koordiniertes Handeln der Behörden auf allen Ebenen und die Achtung der Verfassung erreicht werden könne.
Die Vorsitzende des Ministerrates, Kristo, dankte Varhelyi für die Unterstützung, die er ihrem Land auf dem Weg in die EU gewährt.
Nachrichtenquelle: AA
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